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Die WM-Vergabe 2022 an Katar steht stark in der Kritik

Die offizielle Untersuchung der doppelten WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022 ist ins Leere gelaufen. Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA fand keine stichhaltigen Beweise für Korruption oder Unregelmäßigkeiten, die eine erneute Ausschreibung der kommenden beiden Endrunden rechtfertigen würden.

Dies gab die FIFA am Donnerstag bekannt. Es wurde jedoch eine weitreichende Reform des Vergabe-Prozesses gefordert.

Es seien zwar "bestimmte Vorfälle" im Zuge des Bewerbungsprozesses identifiziert worden, heißt es in dem 42-seitigem Bericht des deutschen Vorsitzenden der rechtsprechenden Kammer, Joachim Eckert (München), die Konsequenzen daraus seien aber "weit davon entfernt", eine Neuvergabe nötig zu machen.

Die Endrunden in vier und acht Jahren waren am 2. Dezember 2010 erstmals im "Doppelpack" vergeben worden. Schon damals gab es für dieses Verfahren massive Kritik, weil so Absprachen und Stimmentausch Tür und Tor geöffnet würde.

Von den 22 stimmberechtigten Mitgliedern des FIFA-Exekutivkomitees sind noch zwölf im Amt, aus Deutschland votierte Franz Beckenbauer (bis 2011 im Exko).

Die FIFA reagierte erleichtert und begrüßte, "dass der Fall bis zu einem bestimmten Grad abgeschlossen ist". Eckert habe die Schließung damit begründet, dass "weder Vergehen noch Verstöße gegen die maßgebenden Bestimmungen und Regelungen festgestellt" worden seien.

"Die FIFA freut sich deshalb, die Vorbereitungen für Russland 2018 und Katar 2022 fortzusetzen, die bereits weit fortgeschritten sind", teilte der Weltverband mit.

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