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Australiens Fußball-Verband FFA will die Korruptionsvorwürfe gegen seine Bewerbung um die WM-Endrunde 2022 nicht auf sich sitzen lassen und attackiert den Weltverband FIFA.

"Wir haben uns an die Regeln gehalten. Unsere Aktivitäten wurden ständig von der Bundesregierung und unabhängigen Prüfern kontrolliert. Zu den beanstandeten Zahlungen hatte uns die FIFA selbst geraten, damit unsere Verbundenheit mit dem Fußball deutlich werden würde", erklärte FFA-Chef Frank Lowy am Freitag in Sydney.

Australien war im Bericht der rechtsprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission zur Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar vor vier Jahren unangebrachter Zahlungen an Heimatverbände von Exekutivkomitee-Mitgliedern der FIFA beschuldigt worden.

Kammer-Chef Hans-Joachim Eckert (München) unterstellte dem australischen Bewerbungskomitee ausdrücklich Missbrauch von Steuergeldern.

Während auch der damalige Kandidat England wegen Unregelmäßigkeiten gerügt wurde, sprach der mit Spannung erwartete Report die erfolgreichen Bewerber Russland und Katar vom weit verbreiteten Verdacht der Korruption frei.

"Die Ermutigungen der FIFA, Fußball-Entwicklungsprogramme zu unterstützen, hat uns zu Entscheidungen verleitet, die jetzt als Veruntreuung gewertet werden", erläuterte Lowy die FFA-Position.

Australiens Kritik ist nicht der einzige Widerspruch gegen Eckerts Bericht.

Schon kurz nach der Veröffentlichung des Reports hatte der FIFA-Sonderermittler Michael J. Garcia (USA) Einspruch gegen die Interpretation seiner Untersuchungsergebnisse durch den Münchner Richter angekündigt.

Nach Darstellung des früheren Staatsanwaltes stellt Eckerts Bericht seine Erkenntnisse unvollständig und verfälscht dar.

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