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Thiago Silva scheiterte mit Brasilien im WM-Halbfinale an Deutschland

Aus Wien berichtet Martina Farmbauer

Thiago Silva hat im Gespräch mit Journalisten in Wien seinem Ärger darüber Luft gemacht, dass er nicht mehr Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft ist.

Dies sei ihm nicht kommuniziert worden, weder von der neuen sportlichen Leitung noch vom neuen Kapitän Neymar, sagte er vor dem Testspiel gegen Österreich.

"Das muss nicht von mir ausgehen", sagte er. "Er (Neymar, Anm. d. Red.) hat nicht das Gespräch gesucht. Ich habe mit niemanden gesprochen, das war ohne Unterredung. Und das ist es, was mich sauer macht."

Überhaupt ist der Innenverteidiger von Paris Saint Germain, der nach der Weltmeisterschaft außer der Kapitänsbinde auch seinen Stammplatz verloren hat, unzufrieden mit seiner Situation in der Selecao: "Wenn ich sagen würde, dass ich glücklich wäre, das wäre gelogen. Es fühlt sich an, als ob man seinen Raum verliert, einem etwas weggenommen wird, das einem gehörte."

Der 30-Jährige räumte aber auch ein, sich nach der WM nicht genügend Erholung gegönnt zu haben. "Ich bin zu schnell zurückgekehrt", sagte er. "Am 9. Augst hat schon die französische Meisterschaft begonnen, ich habe die erste Partie komplett bestritten und danach das Freundschaftsspiel gegen Neapel. Das war ein Fehler und jetzt zahle ich den Preis dafür."

Bei der Partie gegen die Italiener zog sich Thiago Silva eine Oberschenkelverletzung zu und musste deshalb auf die beiden Länderspiele gegen Kolumbien und Ecuador verzichten.

Für die beiden Freundschaftsspiele am vergangenen Donnerstag gegen die Türkei in Istanbul (4:0) und gegen Österreich in Wien am kommenden Dienstag wurde er von Dunga nominiert.

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