vergrößernverkleinern
In Katar soll 2022 die WM stattfinden

Katar plant acht Jahre vor der WM im eigenen Land nach weltweiten Protesten an menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen kurzfristig eine Imagepolitur.

Bis Anfang 2015 will das Arbeitsministerium nach eigenen Angaben das traditionelle Kafala-System in dem Golf-Staat durch spürbare Verbesserungen insbesondere auch für Gastarbeiter reformieren.

Zu den Veränderungen sollen Gesetze zur Absicherung von Lohnzahlungen, für Ausreisemöglichkeiten auch ohne die bisher notwendige Erlaubnis des Arbeitgebers sowie für Arbeitsplatzwechsel und für angemessene Unterkünfte gehören.

"Wir wollen bedeutende und dauerhafte Verbesserungen zum Wohle aller, die in Katar leben und arbeiten, erreichen", hieß es in einer entsprechenden Mitteilung der Regierungsbehörde.

Durch die Angabe eines Zeitraumes für die Gesetzesänderung unterwerfen sich die Machthaber am Golf erstmals einer Termingrenze, nachdem bislang Ankündigungen von Veränderungen stets unbestimmt geblieben und danach auch nicht erfüllt worden sind.

Seit Jahren laufen Menschenrechtsorganisationen Sturm gegen die derzeitigen Arbeitsbedingungen in Katar.

Immer wieder haben in den vergangenen Monaten Meldungen über Todesfälle auf den WM-Baustellen durch mangelnden Schutz die Öffentlichkeit aufgeschreckt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel