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In Katar soll 2022 die WM stattfinden

FIFA-Informantin Phaedra Almajid hat erneut scharfe Kritik am Emirat Katar, Gastgeber der WM 2022, und am Weltverband geäußert.

"Katar hat die WM unsauber geholt. Aber das hat fast jeder andere Kandidat auch versucht. Weil die FIFA ein korruptes System unterstützt", sagte Katars frühere Bewerbungs-Pressechefin der Bild am Sonntag: "Die FIFA hat für mich jegliche Glaubwürdigkeit und Integrität verloren."

Almajid, die FIFA-Chefermittler Michael Garcia bei dessen Bericht über Korruption im Zuge der WM-Vergabe mit Informationen unterstützt hatte, sagte, sie habe Drohungen aus Katar erhalten.

"Mir wurde gedroht, mich auf eine Million Dollar zu verklagen. Ich werde für den Rest meines Lebens über die Schulter schauen, ob mir jemand folgt", sagt Almajid und beteuerte, dass sie "über weitere Drohungen aus Sorge um mich und meine zwei Söhne nicht sprechen" könne.

Der deutsche Richter und Vorsitzende der rechtssprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission, Hans-Joachim Eckert, hatte die Bewerbungsprozesse untersucht und dabei "weder Vergehen noch Verstöße gegen die maßgebenden Bestimmungen und Regelungen festgestellt."

Almajid kann dieses Untersuchungsergebnis allerdings nicht nachvollziehen.

"Ich musste sofort weinen, dann fühlte ich nur Wut. Ich fühlte mich wie vor den Kopf geschlagen, weil ich identifiziert werden konnte und meine Informationen an Garcia als unglaubwürdig dargestellt wurden. Der Eckert-Bericht hat mich plötzlich ins Rampenlicht gezerrt", sagte sie.

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