Marrakesch - Toni Kroos bringt Real mit der Vorlage zum 1:0 von Sergio Ramos gegen San Lorenzo auf Erfolgskurs. Bale macht alles klar.

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Die Weltmeister Toni Kroos und Sami Khedira haben ihr erfolgreiches Fußballjahr mit einem weiteren Titel abgerundet.

Mit Real Madrid gewannen die deutschen Nationalspieler am Samstagabend das Endspiel der Klub-WM in Marokko gegen "Papst-Klub" CA San Lorenzo aus Argentinien 2:0 (1:0).

Sergio Ramos (37.) nach einer Kroos-Ecke und Gareth Bale (51.) bescherten dem Champions-League-Sieger seinen ersten Klub-WM-Titel (LIVE-TICKER zum Nachlesen).

Insgesamt war es der vierte Titel in diesem Jahr für Real, das auch den nationalen Pokal und den europäischen Supercup gewonnen hatte.

"Das ist ein sehr spezieller Tag für alle Madrid-Fans. Dieser Titel ist der Lohn für Arbeit und Leiden, deshalb bin ich sehr zufrieden. Es war ein unvergessliches Jahr", sagte Sergio Ramos.

Real löst Bayern ab

Real, das den bis 2004 ausgetragenen Weltpokal 1960, 1998 und 2002 gewann, löste damit den deutschen Rekordmeister Bayern München ab, der 2013 triumphiert hatte.

"Die Welt zu ihren Füßen", schrieb Spaniens führende Sportzeitung "Marca" danach euphorisch.

Auch Erfolgscoach Carlo Anvelotti zeigte sich "glücklich und zufrieden". "Das ist unglaublich und unvergesslich", erklärte der Italiener.

"Aber wir müssen weitermachen. Wir wollen, dass 2014 genauso erfolgreich wird wie 2014."

Und auch Kroos, der schon im Vorjahr mit Bayern den Weltpokal geholt hatte, war überglücklich: "Das ist eine tolle Sache und ein toller Abschluss für ein Klassejahr."

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Starelf mit James - und Kronprinz

Zu einer kuriosen Szene war es vor dem Anpfiff gekommen, als sich Marokkos minderjähriger Kronprinz Moulay El Hassan ins Bild der Real-Startelf "geschlichen" hatte.

Ancelotti hatte sein Team im Vergleich zum lockeren Halbfinalsieg gegen CD Cruz Azul aus Mexiko (4:0) nur auf einer Position verändert.

Mit WM-Torschützenkönig James Rodrigez anstelle des defensiven Asier Illarramendi erhöhte er von Beginn an den Druck auf die Argentinier.

Kroos begann im Mittelfeld, Khedira blieb erneut nur 90 Minuten der Platz auf der Bank.

San Lorenzo hatte schon beim Halbfinal-Sieg gegen Ozeanien-Meister Auckland City FC reichlich Mühe gehabt und den Finaleinzug gegen die Neuseeländer erst nach Verlängerung perfekt gemacht.

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Kuriose Szene vor Beginn des Spiels: Marokkos junger Kronprinz mogelt sich ins Mannschaftsfoto von Real Madrid © Getty Images

"Papst-Klub" ohne Chance

Und auch gegen Real hielt der Klub, der in Papst Franziskus einen großen Fan hat, nur in Ansätzen mit.

Iker Casillas wurde in seinem 700. Pflichtspiel für Real nur in der Schlussphase geprüft und wehrte zwei Fernschüsse der Argentinier ab.

Kroos und Ramos erwiesen sich einmal mehr als dynamisches Duo: Wie schon im Halbfinale bereitete der Ex-Münchner den Führungstreffer von Ramos vor, diesmal nach einer Ecke.

Nach Wiederanpfiff profitierte der Waliser Bale von einem Torwartfehler von Sebastian Torrico, der Bales Schuss unter dem Körper durchrutschen ließ.

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Danach kontrollierten die Spanier die Partie gegen den Gewinner der Copa Libertadores nach Belieben.

Khedira schaut nur zu

Während sich Kroos mit zwei starken Auftritten in Marokko in den Vordergrund spielte, stand das Turnier für Khedira unter keinem guten Stern.

Der 27-Jährige wurde im Halbfinale erst spät für Kroos eingewechselt und kam im Finale nicht zum Einsatz.

Dennoch historisches Triple

Dennoch schaffte er mit dem Gewinn der Champions League, der Weltmeisterschaft und der Klub-WM einen ganz besonderen Hattrick.

Lediglich der Brasilianer Roberto Carlos im Jahr 2002 brachte dieses Kunststück bislang fertig

Weltfußballer Cristiano Ronaldo, der die Torjägerliste der spanische Primera Division mit 25 Treffern anführt, blieb in Marokko nur die Rolle des Vorbereiters.

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