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Mal wieder gibt es einen Korruptionsverdacht gegen einen Funktionär der FIFA
Die FIFA steht wegen der Vergabe der WM 2022 nach Katar in der Kritik © getty

FIFA-Informantin Phaedra Almajid hat WM-Gastgeber Katar die Bestechung von hochrangigen afrikanischen Fußball-Funktionären vor der Vergabe der Endrunde 2022 vorgeworfen.

Katars frühere Bewerbungs-Pressechefin berichtete dem französischen Magazin "France Football" von Millionen-Zahlungen in drei Fällen während der Afrika-Meisterschaft im Januar 2010.

Die Übergabe habe in einer Hotel-Lobby in Angolas Hauptstadt Luanda stattgefunden.

Ein Person im Raum habe erwähnt, "wie erfreut die Katarer seien, das hochrangige Funktionäre aus Afrika anwesend sind und sie den Verband gerne mit einer Million Dollar unterstützen würden", sagte Almajid, die ihren Job 2010 verloren hatte:

"Der Funktionär antwortete, ohne die Katarer auch nur anzusehen: 'Ah, eine Million Dollar... Warum nicht eineinhalb Millionen?'"

Der Katarer habe anschließend gesagt, er hoffe, auf die Unterstützung seines Gesprächspartners zählen zu können.

Dieser habe ihm versichert, dass dies der Fall sei. "Und das war es dann", sagte Almajid.

Ähnliche Situationen habe es bei zwei weiteren hochrangigen afrikanischen Funktionären gegeben. Namen nannte sie nicht.

Almajid hatte FIFA-Chefermittler Michael Garcia bei dessen Bericht über Korruption im Zuge der WM-Vergabe mit Informationen unterstützt.

Seit ihr Name - anders als geplant - öffentlich wurde, müsse sie "bis zum Rest meines Lebens" auf der Hut sein, sagte sie und beschuldigte den deutschen FIFA-Ethikchef Hans-Joachim Eckert schwer: "Er hat mich den Löwen zum Fraß vorgeworfen, indem er mich in dem Report identifizierbar gemacht hat."

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