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Cristiano Ronaldo ist einer von drei Kandidaten für den Weltfußballer. ZUM DURCHKLICKEN: Die Nominierten für die Gala zum FIFA Ballon d'Or in Zürich
Cristiano Ronaldo ist einer von drei Kandidaten für den Weltfußballer. ZUM DURCHKLICKEN: Die Nominierten für die Gala zum FIFA Ballon d'Or in Zürich © getty

München - Für den Portugiesen ist klar, dass nur er als Weltfußballer in Frage kommt. Tatsächlich spricht viel für die Tormaschine.

Am Montag findet in Zürich die Verleihung des Ballon d'Or, die Auszeichnung zum Weltfußballer des Jahres, statt.

Manuel Neuer, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi stehen in der Endauswahl. Trainer, Spieler und Journalisten aus der ganzen Welt haben für ihren Favoriten abgestimmt.

SPORT1 nimmt die drei Kandidaten unter die Lupe und nennt Pro und Contra. Im zweiten Teil ist Cristiano Ronaldo an der Reihe.

Er hat die Trophäe bereits im vergangenen Jahr sowie 2008 gewonnen. Bevor der Portugiese nach Zürich reist, darf er sich am Samstag noch im Heimspiel von Real Madrid gegen Espanyol Barcelona beweisen (16 Uhr im LIVE-TICKER).

• Das war sein Jahr

Ronaldos Jahr 2014 ist ein einziger Torreigen. Ronaldo trifft und trifft und trifft.

Allein in der laufenden Runde der Primera Division hat er 26 Tore in 15 Partien erzielt - einmal sogar vier in einem Spiel. Insgesamt erzielte er 61 Treffer im zurückliegenden Kalenderjahr.

Mit Real Madrid hat Ronaldo zudem die Champions League, den spanischen Pokal, die Klub-WM und den europäischen Supercup gewonnen. In dieser Saison knackte er mit seiner Mannschaft den Vereinsrekord und gewann 22 Spiele in Folge.

Zur Krönung wurde ihm in seiner Heimatstadt Funchal ein Denkmal gebaut, und der Portugiese ist nun offiziell eine Milliarde Euro wert. Lediglich bei der WM erlebte er mit dem Vorrundenaus Portugals eine Enttäuschung.

• Das spricht für ihn

Lassen wir Ronaldo doch einfach selbst sprechen: "Ich will der Beste sein - das habe ich in den vergangenen Jahren geschafft!" Für Ronaldo selbst ist die Wahl also klar. Sein Ego und seine Spielweise sind stets ein Statement.

Ronaldo ist - nicht nur aufgrund seiner Unterwäschekollektion - eine Marke.

Viele Experten und Stimmberechtigte dürften es mit Trainer Carlo Ancelotti halten: "Unmöglich besser zu spielen!" Seine Tore und Erfolge im letzten Kalenderjahr sowie die unwiderstehlichen Offensivaktionen sind Ronaldos beste Argumente.

Und: Ronaldo macht bei Real nachweislich den Unterschied. Mit ihm hat die Mannschaft eine signifikant bessere Siegquote. Kein Wunder, Ronaldo kommt während seiner Zeit in Madrid auf einen in Fußball-Neuzeiten unglaublichen Schnitt von 1,04 Toren pro Spiel.

• Das spricht gegen ihn

Eigentlich nicht viel. Ronaldo ist der Favorit. Das Einzige, was ihm seine Kritiker nach wie vor vorhalten (können), ist die Bilanz mit der Nationalmannschaft.

Bei der WM 2014 war diese besonders schlecht, Ronaldo blieb blass. Zu berücksichtigen gilt es allerdings, dass Portugal längst nicht mehr den hochkarätigen Kader wie 2004 und 2006 hat und Ronaldo mit Knieproblemen zu kämpfen hatte.

Übrigens auch im Champions-League-Finale, wo er mit seinem ausschweifenden Jubel nach dem Elfmetertor zum 4:1 in der Schlussminute der Verlängerung ebenfalls eher negativ auffiel.

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