vergrößernverkleinern
Weltfußballerwahl-SPORT1-Check-Lionel Messi-Grafik
Lionel Messi ist einer von drei Kandidaten für den Weltfußballer © Getty

München - Rekord-Weltfußballer Lionel Messi reist diesmal nur als Außenseiter an. Aber: Selbst sein eher schwaches Jahr beeindruckt.

Am Montag findet in Zürich die Verleihung des Ballon d'Or, die Auszeichnung zum Weltfußballer des Jahres, statt.

Manuel Neuer, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi stehen in der Endauswahl. Trainer, Spieler und Journalisten aus der ganzen Welt haben für ihren Favoriten abgestimmt.

SPORT1 nimmt die drei Kandidaten unter die Lupe und nennt Pro und Contra. Im dritten Teil ist Lionel Messi an der Reihe.

Der Argentinier ist mit vier Auszeichnungen Rekordsieger bei der Weltfußballer-Wahl - und gerät in diesem Jahr ein wenig in Terminstress.

Bevor am Montag in Zürich die Gala zum Ballon d'Or steigt, muss Messi mit dem FC Barcelona am Sonntagabend noch im Spitzenspiel der Primera Division gegen Atletico Madrid ran.

• Das war sein Jahr

Der Start ins Fußball-Jahr 2014 verlief für Messi alles andere als verheißungsvoll. Nach seinem Muskelriss kam der Argentinier nur schleppend in Tritt.

Nach drei Partien Anlauf war er aber wieder auf Betriebstemperatur, erzielte fortan Tor um Tor. Im prestigeträchtigen Clasico gegen Real Madrid traf er beim 4:3-Sieg sogar dreifach.

Auch bei der WM war Messi lange Zeit Argentiniens Mann für die Tore. Vier der sechs Vorrundentreffer gingen auf das Konto des 27-Jährigen.

Im Finale gegen Deutschland verpasste er vor der Pause allerdings die mögliche Führung - das Ende ist bekannt.

Dennoch wurde der viermalige Weltfußballer des Jahres von der FIFA als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.

Im Moment sorgt er in Barcelona vor allem als Intrigant gegen Trainer Luis Enrique für Aufsehen.

• Das spricht für ihn

Die Zahlen sind schlichtweg beeindruckend. Allein in der Primera Division bringt es Messi 2014 in 3220 Einsatz-Minuten auf beachtliche 35 Treffer. Eine Marke, von der selbst absolute Topstürmer oft ein Leben lang nur träumen dürfen.

Ende November bricht Messi gleich zwei langjährige Rekorde: Zunächst löscht er in der spanischen Liga den 60 Jahre alten Torrekord von Telmo Zarra aus, ehe er wenige Tage später Raul als Rekordtorschütze in der Champions League ablöst.

• Das spricht gegen ihn

Messi hat - so unwahrscheinlich es klingt - mit dem FC Barcelona im Jahr 2014 keinen einzigen Titel vorzuweisen. Seine Konkurrenten Neuer (Weltmeister) und Ronaldo (Champions-League-Sieger) heimsten dagegen die wichtigsten Trophäen im Fußball ein.

Dass Messi nichts dagegen halten kann, liegt auch an ihm selbst.

Im Gegensatz zu vergangenen Jahren ist der Edeltechniker in den wichtigen Momenten nicht zur Stelle, taucht stattdessen immer häufiger ab.

Weder im Meisterschaftsfinale gegen Atletico Madrid, noch im WM-Finale gegen Deutschland kann Messi für die entscheidenden Akzente sorgen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel