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Otto Addo ist derzeit U-19-Trainer des Hamburger SV
Otto Addo ist derzeit U-19-Trainer des Hamburger SV © Getty Images

Otto Atto zeigt sich bei SPORT1 von den schweren Ausschreitungen beim Afrika-Cup bestürzt. Der afrikanische Fußballverband belegt den Gastgeber mit einer drakonischen Strafe.

Der frühere Bundesliga-Spieler Otto Addo hat sich nach den schweren Ausschreitungen beim Halbfinale des Afrika-Cup zwischen Gastgeber Äquatorialguinea und Ghana bestürzt gezeigt. Der 39-Jährige absolvierte für sein Land Ghana 15 Länderspiele.

"Das ist eine Schande. Ich bin total schockiert und auch überrascht, weil ich das so überhaupt nicht kenne", sagte Addo im Gespräch mit SPORT1: "Ich kann Äquatorialguinea nicht einschätzen, aber das alles ist absolut schade für den afrikanischen Fußball."

Addo fügte noch hinzu: "Ich weiß nicht, wie die Umstände sind, aber das muss Folgen haben. Die Kontrollen müssen verschärft werden."

Es könne nicht sein, "dass die Fans volle Flaschen werfen. Da muss sich etwas Entscheidendes ändern."

100.000 Dollar Strafe

Mittlerweile hat der afrikanische Kontinentalverband CAF reagiert und den Fußballverband Äquatorialguineas mit einer Strafe von 100.000 Dollar (etwa 87.000 Euro) belegt.

Zudem müssen die Gastgeber ein Spiel ohne Zuschauer austragen. Diese Strafe wurde allerdings auf Bewährung ausgesetzt, so dass das Spiel um Platz drei zwischen Äquatorialguinea und der DR Kongo vor Publikum ausgetragen werden kann.

In einer Mitteilung des Verbandes hieß es weiter, dass 14 Personen zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurden. In einem Fall müsse der Zustand genauer überwacht werden.

"Dunkler Schatten"

Der Präsident des ghanaischen Fußballverbandes hatte zuvor eine harte Strafe für das Ausrichterland gefordert.

"Es ist schade, dass so ein dunkler Schatten über unserem Erfolg liegt. Wir wollen jetzt sehen, dass die CAF mit Entschiedenheit reagiert", sagte Kwesi Nyantakyi in Richtung des afrikanischen Verbandes.

Der Finaleinzug seines Teams durch ein souveränes 3:0 (2:0) geriet angesichts der Begleitumstände rund um das zwischenzeitlich für knapp 30 Minuten unterbrochene Chaos-Spiel in Malabo fast zur Nebensache.

"Im Finale werden die Fans hoffentlich ganz stark kontrolliert werden", sagte Addo. "Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert, es hätte ja auch einen Aufstand der ghanaischen Fans geben können."

Addo spielte in der Bundesliga für Borussia Dortmund, den 1. FSV Mainz 05 und den Hamburger SV. In der 2. Bundesliga spielte er für Hannover 96. Momentan trainiert er die U 19 des HSV.

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