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Michael Laudrup trainiert derzeit Lekhwiya in Katar
Michael Laudrup trainiert derzeit Lekhwiya in Katar © Getty Images

Michael Laudrup soll in Zukunft die japanische Nationalmannschaft coachen. Bevor es aber soweit ist, muss er noch bei seinem aktuellen Klub in Katar losgeeist werden.

Dänemarks Ikone Michael Laudrup wird in Japan als Kandidat auf die Nachfolge des entlassenen Nationaltrainers Javier Aguirre gehandelt. Die Fachzeitung Sport Nippon berichtete am Dienstag, dass ein Unterhändler des nationalen Verbandes JFA bereits nach Katar zu Verhandlungen mit Laudrudps derzeitigem Klub Lekhwiya über eine Freigabe für den 50-Jährigen und zu Gesprächen mit dem Superstar selbst geflogen sein soll.

Japan hatte Aguirre vor Wochenfrist gut zwei Wochen nach dem Viertelfinal-Aus beim Asien-Cup in Australien gefeuert. Hintergrund waren jedoch anhaltende Spekulationen über eine Beteiligung des Mexikaners an Spielmanipulationen während seiner Tätigkeit beim spanischen Erstligisten Real Saragossa. Mit einem Gehalt von geschätzt 2,45 Millionen Dollar pro war Aguirre Japans bislang bestbezahlter Nationaltrainer.

Ein Sprecher des JFA gab keine konkreten Kommentare zur Personalie Laudrup ab. "Die Verpflichtung eines neuen Nationaltrainers steht bei uns weiter auf der Tagesordnung", sagte der JFA-Vertreter nur.

Laudrup ist in Japan kein Unbekannter. Bereits als Profi war der Mittelfeldspieler 1996 und 1997 in der japanischen J-League für Vissel Kobe am Ball. Vor seinem laufenden Engagement in Katar war der 104-malige Nationalspieler in seiner Heimat bei Bröndby IF sowie in Wales bei Swansea City als Teammanager in der Verantwortung. Als Spieler trug der Bruder des früheren Bundesliga-Profis Brian Laudrup in Europa das Trikot der Renommierklubs Juventus Turin, FC Barcelona, Real Madrid und Ajax Amsterdam.

Außer Laudrup soll Medienberichten aus Nippon zufolge auch der englische Ex-Teammanager Glenn Hoddle auf der Liste der JFA-Führung mit Kandidaten für Aguirres Nachfolge stehen. Der 57 Jahre alte Ex-Profi gilt allerdings als Außenseiter, auch weil der frühere Mittelfeldstar seit Ende seines Engagements beim englischen Premier-League-Klub Wolverhampton Wanderers keine Mannschaft im internationalen Profi-Fußball mehr betreut hat.

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