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Andreas Rettig
Andreas Rettig ist Geschäftsführer der DFL © Getty Images

Die Deutsche Fußball Liga nimmt den Weltverband FIFA nach dem Beschluss, die WM 2022 in Katar im November/Dezember austragen zu wollen, in die Pflicht.

"Die FIFA muss nun konkret aufzeigen, wie eine Lösung aussehen kann, die allen Belangen Rechnung trägt", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig am Dienstag: "Die WM in diesen Monaten stellt für die europäischen Ligen eine organisatorische, aber auch finanzielle Belastung dar. Mit der Terminfestlegung allein ist es deshalb nicht getan."

Auch für Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), liegt der Spielball nun im Feld des Weltverbandes. "Jetzt sind die Terminplaner gefragt, bestmögliche Lösungen zu finden, was sicher nicht einfach, aber auch nicht unmöglich ist", sagte er und gestand: "Es fällt schwer sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ein WM-Finale kurz vor Weihnachten stattfinden soll."

Die von der FIFA einberufene Terminfindungskommission hatte sich am Dienstag in Doha auf eine Ausrichtung der Endrunde im Winter verständigt. Die finale Entscheidung über den WM-Termin und auch den von der Task Force angedachten "verkürzten Spielplan" wird das Exekutivkomitee der FIFA am 19./20. März fallen.

"Hier ist auch auf die Belastung der Spitzenspieler zu achten. Ein verkürzter Spielplan kann nicht heißen, dass die gleiche Anzahl an Spielen in kürzerer Zeit absolviert werden muss", sagte Rettig.

Für Franz Beckenbauer war der Entschluss keine Überraschung. "Als die Entscheidung damals bekannt gegeben wurde, war meine erste Reaktion: Ok, wenn schon Katar, dann im Winter. Im Sommer mit Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad kann man nicht spielen, auch wenn der Emir damals gemeint hat, er will die Stadien auf angenehme 25 Grad runterkühlen. Aber warum solch ein Aufwand, wenn ich einen Winter mit besten Temperaturen habe und nichts künstlich machen muss?", sagte der DFB-Ehrenspielführer bei Sky.

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