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FIFA-Boss Sepp Blatter beim Kongress der UEFA
Sepp Blatter ist seit 1998 Präsident der FIFA © Getty Images

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (79) hat in seiner mit Spannung erwarteten Begrüßungsrede beim UEFA-Kongress in Wien den Wahlkampf um sein Amt mit keinem Wort erwähnt, die Verbände der Europäischen Fußball-Union (UEFA) aber zur "Solidarität und Einheit" aufgerufen.

"Ich appelliere an sie alle, zusammen mit Europa diese Einheit innerhalb unserer Organisation herzustellen", sagte der Schweizer in Richtung der 54 UEFA-Verbände, von denen einige die größten Kritiker des FIFA-Bosses sind: "Europa ist wichtig, denn von Europa strahlt eine Kraft aus, die alle Konföderationen ebenfalls stärkt."

Blatter will am 29. Mai in Zürich in seine fünfte Amtszeit gewählt werden, herausgefordert wird er von Michael van Praag (67), Prinz Ali bin Al Hussein (39) und Luis Figo (42).

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Amtsinhaber deutlich gemacht, er führe keine Wahlkampagne, er mache seinen Job. Das Angebot, zusammen mit den drei Gegenkandidaten am Ende des Kongresses erneut ans Rednerpult zu treten, hatte er ausgeschlagen.

Nur indirekt ging er auf seine "Mission" ein: "Wir müssen uns bewusst werden, dass aus Altem das Neue hervorgeht, und dass ohne herausragende Leistungen die besten Strukturen zerfallen können. Gemeinsam müssen wir diesen Weg gehen." Alle "müssen sich zusammenraufen, um den Fußball in dieser Welt zu stärken".

Der Fußball habe eine enorme Kraft, sagte Blatter: "Der Fußball ist groß, er überwindet Landesgrenzen und baut Brücken, bringt Arm und Reich zusammen, verbindet Kulturen und Völker und vereint uns auf dem Globus. Der Fußball ist ein Symbol der Einheit und hat die Welt erobert."

Für die kommende Weltmeisterschaft in Russland machte Blatter erneut klar: "Ein Boykott hat noch nie zu einer Lösung geführt."

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