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Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger wundert sich, dass UEFA-Präsident Michel Platini für sein Votum für die WM 2022 in Katar nicht stärker in der Kritik steht.

"Das ist eine Heuchelei, die mir nicht gefällt", sagte Zwanziger in der Internet-Talkshow Bembel und Gebabbel (die ganze Sendung ab 11. März auf www.berndreisig.de): "Wenn man die Entscheidung kritisiert, muss man die wahren Schuldigen kritisieren und nicht immer so nebulös die FIFA."

Wenn jemand den Rücktritt von ihm oder Weltverbandspräsident Joseph Blatter fordere, "dann muss ich auch den Rücktritt von Platini fordern. Nur dann ist die Sache echt, vernünftig und verantwortbar", sagte Zwanziger, der noch im Exekutivkomitee des Weltverbands sitzt und mit dem DFB inzwischen über Kreuz liegt.

Der 69-Jährige machte erneut deutlich, dass er die Vergabe des Turniers an das Emirat für einen Fehler hält: "Die Entscheidung für Katar belastet den ganzen Fußball von oben bis unten bis zu dem Tag, an dem es entweder rückgängig gemacht wird oder tatsächlich stattfindet."

UEFA-Präsident Platini hatte 2010 für Katar gestimmt, was vor allem deshalb für Kritik sorgte, weil sein Sohn Laurent kurz danach einen hochrangigen Posten bei der Qatar Sport Investment bekam.

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