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Joseph S. Blatter ist seit 1998 Präsident der FIFA
Joseph S. Blatter ist seit 1998 Präsident der FIFA © getty

Der Fußball-Weltverband FIFA will die Arbeitsbedingungen auf den WM-relevanten Baustellen im Gastgeberland Katar künftig ständig überwachen.

"Der Emir bat um eine Vertretung der FIFA, um diese Arbeiten zu begleiten. Diese Person könnte dann immer auf die Baustellen gehen, um diese zu überwachen und zu kontrollieren. Wir dürfen uns dazu in Katar frei bewegen", sagte Präsident Joseph S. Blatter am Freitag im FIFA-Hauptquartier in Zürich.

Katar sei dabei, einen neuen Staat aufzubauen.

"Wir haben beruhigende, positive Informationen erhalten. Katar spielt mit offenen Karten, es gibt eine Politik der offenen Tür", sagte Blatter. "Der stellvertretende Bundeskanzler Sigmar Gabriel war gerade dort, und auch er hat sich in seinem offiziellen Bericht positiv geäußert. Aber kaum hat er das gesagt, wird das negativ gedeutet." Er sei sich sicher, es würden Fortschritte erzielt, sagte Blatter: "Wir kommen weiter."

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke ergänzte: "Auf den Baustellen der bisherigen fünf Stadien haben wir Arbeitsbedingungen, die höher sind als auf irgendeiner anderen Baustelle in Katar." Der Emir des Wüstenemirats habe Blatter gesagt, dass diese Baustellen "die Messlatte" sein sollen.

"Wir verfolgen das sehr genau und achten darauf, dass der Standard eingehalten wird", sagte Valcke.

Berichte über menschenunwürdige Zustände auf Baustellen für die WM 2022 in Katar haben in den vergangenen Jahren Empörung ausgelöst. Tausende Arbeiter sind Menschenrechtsorganisationen zufolge an den Folgen sklavereiähnlicher Bedingungen gestorben.

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