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Serdar Gözübüyük leitet die Partie Eindhoven gegen Heerenveen
Serdar Gözübüyük leitet die Partie Eindhoven gegen Heerenveen © Imago

Der niederländische Schiedsrichter Serdar Gözübüyük durfte am Samstagabend das vorentscheidende Meisterschaftsspiel in der Ehrendivision zwischen der PSV Eindhoven und dem SC Heerenveen pfeifen, obwohl es Vorwürfe der Spielmanipulation gegen den Unparteiischen gegeben hatte.

Das gab der niederländische Fußballverband KNVB bekannt.

Die Tageszeitung De Volkskrant hatte berichtet, dass ein Verdächtigter in einer strafrechtlichen Manipulations-Untersuchung in Deutschland den Namen des Schiedsrichters als Mittäter genannt habe.

Es soll sich unter anderem um die Manipulation von zwei Zweitligaspielen gehandelt haben, die im September 2009 stattgefunden hatten.

Auf beide Spiele soll auffallend viel gewettet worden sein. Gözübüyük war damals bei beiden Spielen als Schiedsrichter im Einsatz und soll die Partien manipuliert haben.

Gözübüyük bestreitet alle Vorwürfe. "Ich sage es einmal: Ich bin sauber. Ich bin geschockt, dass mein Name von jemandem genannt wird, den ich nicht kenne, und dass es so einfach ist, jemanden zu beschädigen", sagte er.

De Volkskrant gibt an, Dokumente aus der Strafakte zu besitzen, die darauf hindeuten, dass der Schiedsrichter auch international an Spielmanipulationen beteiligt gewesen sei.

Die Anschuldigungen sollen bei dem am kommenden Dienstag in Bochum beginnenden Strafprozess gegen den Niederländer Paul R. öffentlich gemacht werden.

R. soll der Drahtzieher in einem großem Wettbetrugsskandal sein. Im Januar hatten die niederländischen Behörden ihn an die deutsche Justiz ausgeliefert.

Der KNVB glaubt dem Schiedsrichter. Auch die UEFA habe die verdächtigen niederländischen Spiele untersucht und nichts gefunden.

"Für den KNVB steht seine Integrität nicht zur Diskussion. Auch bei der UEFA genießt er Ansehen. "Das sieht man an den Spielen, die er pfeift", betonte der KNVB.

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