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Die WM-Baustellen in Katar stehn in der Kritik
Die WM-Baustellen in Katar stehn in der Kritik © Getty Images

Menschenrechte und Pressefreiheit haben in Katar gut sieben Jahre vor der geplanten Endrunde der Fußball-WM in dem Emirat offenbar weiter keinen hohen Stellenwert.

Nach Angaben der englischen BBC hielten die katarischen Behörden ihren Berichterstatter und seine mehrköpfige Crew nach einem Besuch bei nepalesischen Arbeitern auf einer der WM-Baustellen ohne Angaben konkreter Gründe über zwei Nächte im Gefängnis fest und konfiszierten sämtliches Arbeitsgerät.

Die Ausreise wurde der BBC-Gruppe erst nach einer Woche gestattet.

Repressalien gegen Journalisten bei der Recherche über die Arbeitsbedingungen ausländischer Tagelöhner auf Katars WM-Baustellen sind kein neuer Vorwurf. Erst vor wenigen Wochen war ein Team der ARD unter ähnlichen Umständen vorübergehend festgesetzt worden.

Katars Regierung warf den Briten inzwischen Hausfriedensbruch und Unseriosität bei der Erstellung des Berichts vor.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen für aus dem Ausland geholte Arbeiter auf den Baustellen für das Fußball-Spektakel im Winter 2022 sorgen bereits seit längerer Zeit für Aufregung.

Nach der Enthüllung von zahlreichen Todesfällen unter den Arbeitern hatte Katars Regierung zuletzt immer wieder Verbesserungen angekündigt, jedoch nur wenige umgesetzt.

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