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DFL-Präsident Rauball hält FIFA-Boss Blatter nach dem jüngsten Skandal nicht mehr für tragbar. Der DFL-Präsident sieht durch die Enthüllungen den Weltfußball erschüttert.

Ligapräsident Reinhard Rauball fordert nach dem Skandal bei der FIFA den Rücktritt von Präsident Joseph S. Blatter.

Reinhard Rauball ist Interimspräsident des DFB
Reinhard Rauball ist seit 2007 Ligapräsident © Getty Images

"Sepp Blatter - obgleich offensichtlich persönlich nicht betroffen - sollte dem Fußball einen großen Dienst erweisen. So kann es nicht weitergehen", sagte Rauball: "Sollten sich die Vorwürfe als richtig herausstellen, würde dies die FIFA und den gesamten Weltfußball in den Grundfesten erschüttern."

In Zürich sind am frühen Mittwochmorgen sieben hochrangige FIFA-Funktionäre von der Kantonspolizei festgenommen und abgeführt worden. Darunter auch die beiden FIFA-Vizepräsidenten Jeffrey Webb (Kaimaninseln) und Eugenio Figueredo (Uruguay). Die Beamten handelten mit Behörden aus den USA.

In einer weiteren, davon unabhängigen Justizaktion verlangte die Schweizer Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf Geldwäscherei und Schmiergeldzahlungen bei den WM-Vergaben an Russland (2018) und Katar (2022) die Aushändigung mehrerer Dokumente aus dem FIFA-Hauptquartier.

Am Donnerstag und Freitag findet in der Schweiz dennoch der 65. Kongress des Weltverbands statt, bei dem Blatter in seine fünfte Amtszeit gewählt werden möchte.

"Die heute bekannt gewordenen Enthüllungen übersteigen jedes Maß an Vorstellungskraft", sagte Rauball: "Es wäre das absolut falsche Signal, wenn unter dem Eindruck dieser Entwicklungen die Agenda des FIFA-Kongresses wie geplant abgearbeitet würde. Man darf nicht einfach zur Tagesordnung übergehen."

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