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FIFA-Boss Joseph S. Blatter mit Weltfußballerin Nadine Kessler
FIFA-Boss Joseph S. Blatter mit Weltfußballerin Nadine Kessler © Getty Images

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter wünscht sich im Weltfußball mehr Frauen in verantwortlichen Positionen.

In einem BBC-Interview sagte der Schweizer: "Der Frauenfußball hinkt gegenüber den Männern etwas hinterher."

Der Fußball sei zu "machomäßig", deshalb rief er dazu auf, mehr Frauen in die Verantwortung zu nehmen.

Hinzu kämen weiterhin große strukturelle Probleme.

"In manchen Ländern gibt es immer noch keine organisierte Frauen-Liga", monierte Blatter, auch sei es Frauen in manchen Teilen der Welt wie beispielsweise in Saudi-Arabien und im Iran immer noch nicht möglich, ins Stadion zu gehen.

Sein Lösungsweg führt vor allem über neue Strukturen. Die FIFA müsse ihre Statuten ändern und es Frauen weltweit erleichtern, Machtpositionen zu übernehmen.

Dies gelte auch für die FIFA-Exekutive, in der bislang nur eine Frau vertreten ist: 2013 wurde Lydia Nsekera aus Burundi in das Entscheidungs-Gremium des Weltverbandes gewählt.

In Sachen Sponsoren wäre es nach wie vor problematisch, finanzstarke Partner für den Frauenfußball zu gewinnen.

"Der Fokus liegt weiter auf den Männern", stellte Blatter fest.

Als eine Maßnahme hatte der 79-Jährige im Jahr 2004 noch vorgeschlagen, die Frauen sollten kürzere Hosen tragen, um mehr Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Dies hatte Kritik hervorgerufen. Inzwischen fühle er sich "ein bisschen wie ein Pate des Frauenfußballs".

Bei der Frauen-WM im Juni in Kanada werde er auf jeden Fall vor Ort sein.

Mit 24 Teams und 52 Spielen ist es die größte WM-Endrunde der Geschichte.

"Es werden in jedem Stadion mehr als 20 Kameras sein, es gibt die Torlinien-Technologie und sehr viele Zuschauer", sagte Blatter.

Daher sei Kanada eine große Chance, den Frauenfußball gut zu präsentieren.

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