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Bundeskanzlerin Angela Merkel und FIFA-Präsident Sepp Blatter sprechen bei der WM 2014
Angela Merkel will die "hässliche Seite" des Fußballs aufgearbeitet haben © Getty Images

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Fußball-Weltverband FIFA angewiesen, möglichst schnell die Korruptionsaffäre aufzuarbeiten.

Wichtig sei, "dass mit der Korruption gebrochen wird, dass Transparenz einkehrt. Das ist absolut notwenig bei diesem wunderschönen Spiel. Die schmutzige Seite muss aufgeräumt werden - und zwar dringend", sagte Merkel bei einem Treffen mit dem britischen Premierminister David Cameron am Freitag im Kanzleramt.

Camerons Forderung nach einer Ablösung des FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter schloss sich Merkel jedoch nicht an. "Alle andere Fragen müssen in der FIFA entschieden werden", sagte die CDU-Politikerin ausweichend.

Cameron dagegen bekräftigte nochmals seine Forderung nach einem Rücktritt Blatters.

"Je eher er geht, desto besser. Umso schneller kann die Organisation ihre Glaubwürdigkeit zurückerlangen. Mann kann nicht zulassen, dass es auf dieser Ebene Korruptionsvorwürfe in diesem Ausmaß gibt. Und dann tut man so, dass derjenige, der diese Organisation zurzeit leitet, auch der Richtige ist, um in die Zukunft zu schreiten", sagte der 48-Jährige: "Das, was wir sehen, ist die hässliche Seite dieses schönen Spiels."

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