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Kanzleramtsminister Jeff Radebe (r.) weist Vorwürfe an der Vergabe der WM 2010 zurück
Kanzleramtsminister Jeff Radebe (r.) weist Vorwürfe an der Vergabe der WM 2010 zurück © Getty Images

Die südafrikanische Regierung hat die im Zuge des FIFA-Skandals erhobenen Anschuldigungen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 zurückgewiesen.

"Nach Abschluss der WM gab es einen sauberen Prüfungsbericht. Es gab niemals irgendwelche Hinweise, dass etwas dubioses in Südafrika passiert ist", sagte Kanzleramtsminister Jeff Radebe am Donnerstagmittag.

Auch Sportminister Fikile Mbalula reagierte empört auf die Vorwürfe. "Wir haben mit Blick auf die WM 2010 nichts Illegales getan. Es wurden vonseiten der Regierung keine Zahlungen an irgendwelche Personen geleistet", sagte Mbalula in Johannesburg.

Am Mittwoch hatte US-Justizministerin Loretta Lynch erklärt, im Zuge der WM-Vergabe 2010 sei es zu Schmiergeldzahlungen gekommen. Laut US-Anklageschrift zahlten südafrikanische Offizielle mehr als zehn Millionen Dollar und übergaben eine Aktentasche mit Banknoten im Wert von 10.000 Dollar in Paris.

Ein "wesentlicher Teil" dieser Gelder soll an den ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner (Trinidad und Tobago) geflossen sein. Ein Dokument enthüllt, dass Warner Beziehungen zu südafrikanischen Fußball-Offiziellen pflegte. 2011 war er vom Weltverband wegen Korruptionsvorwürfen suspendiert worden.

Wegen der US-Ermittlungen gegen insgesamt 14 Personen waren am Mittwoch in Zürich sieben hochrangige FIFA-Funktionäre von der Kantonspolizei festgenommen und abgeführt worden. Darunter auch die beiden FIFA-Vizepräsidenten Jeffrey Webb (Kaimaninseln) und Eugenio Figueredo (Uruguay).

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