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In den Skandal um den Fußball-Weltverband FIFA hat sich jetzt auch der russische Staatspräsident Wladimir Putin höchstpersönlich eingeschaltet und das Vorgehen der US-Justiz scharf kritisiert.

"Das ist ganz klar ein Versuch, die Wiederwahl von Joseph Blatter als FIFA-Präsident zu verhindern", sagte Putin am Donnerstag in einer Fernsehansprache: "Es ist ein extrem schwerer Bruch der Prinzipien, wie internationale Organisationen arbeiten sollten."

Die USA, so Putin, wollten ihre Rechtsprechung auf andere Länder ausweiten. Bereits am Mittwoch hatte das russische Außenministerium die USA aufgefordert, den "illegalen, exterritorialen Gebrauch der US-Rechtsprechung" zu unterlassen.

Der WM-Gastgeber von 2018 sieht sich seit Mittwoch durch ein eingeleitetes Verfahren in der Schweiz neuen Untersuchungen ausgesetzt.

Die Bundesanwaltschaft hatte am 10. März ein Verfahren wegen des Verdachts von Schmiergeldzahlungen und Geldwäsche im Zuge der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 (Katar) gegen Unbekannt eröffnet.

Die Untersuchungen hatte die FIFA mit einer Strafanzeige am 18. November 2014 selbst in Gang gesetzt.

Im Zuge dieser Ermittlungen wurden im FIFA-Hauptsitz in Zürich elektronische Daten und Dokumente sichergestellt. Zudem seien im Vorfeld auch bei Schweizer Banken Bankunterlagen angefordert worden.

Dieses Verfahren läuft unabhängig von den Ermittlungen der US-Justiz, in deren Zuge sieben FIFA-Funktionäre am Mittwoch in Zürich verhaftet worden waren.

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