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Real Madrid v Borussia Dortmund - UEFA Champions League Quarter Final
Jürgen Klopp (l.) ist bei Real Madrid als Nachfolger von Carlo Ancelotti im Gespräch © Getty Images

München - Jürgen Klopp und dessen Berater stellen endgültig klar, dass mit Madrid nichts klar ist. Aus der Welt ist das Thema damit nicht, an der T-Frage bei Real hängt einiges.

Dass es Radio Deutschland nicht wirklich gibt, hat sich mittlerweile herumgesprochen.

Dass die von einem Twitter-User erfundene Sendestation damit auch nicht vermeldet haben kann, dass Jürgen Klopp sich mit Real Madrid einig ist, ist daher jetzt auch in Spanien und Italien angekommen.

Die meisten Nachrichtenseiten haben die Meldung gelöscht oder korrigiert, andere beginnen zu debattieren, wie es so vielen Medien passieren konnte, auf die Ente hereinzufallen.

Es könnte daran liegen, dass in beiden Ländern gerade sehr gespannt gewartet wird auf echte Nachrichten von einem Trainermarkt, auf dem einige spannende Entscheidungen anstehen.

Klopps Berater stellt die Lage klar

Dass in Sachen Klopp und Real keine gefallen ist, bestätigten sowohl Klopp selbst als auch dessen Berater Marc Kosicke.

"Ich habe nach wie vor mit keinem Verein gesprochen", sagte Klopp auf seiner letzten Pressekonferenz in Dortmund am Donnerstag.

Und Kosicke wird in der as wie folgt zitiert: "Es gibt Stand heute keinen Kontakt mit Real Madrid." Ohne dabei auszuschließen, dass es noch einen geben könnte: "Es ist klar, dass Madrid ein großer Klub ist."

Wobei weiterhin nicht klar ist, ob der große Klub überhaupt einen neuen Trainer sucht.

Angebliche Zweifel bei Real

Noch immer gilt der Stand, den das gut informierte Blatt El Pais vor rund einer Woche berichtet hat.

Demnach bezweifeln die Verantwortlichen bei Real, ob Klopp der richtige Typ für ihr spezielles Umfeld ist. Und auch bei allen anderen möglichen Nachfolgekandidaten für Carlo Ancelotti gibt es Gegenargumente: Zinedine Zidane hat sich als Trainer der Zweiten Mannschaft noch nicht bewiesen. Jose Mourinho bleibt bei Chelsea. Julen Lopetegui vom FC Porto fehlt noch die Strahlkraft.

Rafael Benitez Jürgen Klopp Carlo Ancelotti Real Madrid
Rafael Benitez gewann 2005 mit dem FC Liverpool die Champions League © Getty Images

Rafael Benitez vom SSC Neapel könnte eine Alternative sein. Der italienische Gerüchte-Guru Gianluca Di Marzio sieht den gebürtigen Madrilenen hoch im Kurs. Allerdings sind seine Prognosen von hundertprozentiger Treffsicherheit weit entfernt - auch wenn er seinerzeit der erste war, der Pep Guardiolas Deal mit dem FC Bayern meldete.

Viele Alternativen für Ancelotti

Es ist durchaus möglich, dass Perez Ancelotti noch einmal eine Chance gibt - trotz der verpassten Meisterschaft, trotz des verpassten Champions-League-Finals. Der Italiener, der bei der Mannschaft hoch anerkannt ist, ist nur noch ein Jahr gebunden.

Ihn so lange im Amt zu belassen, gäbe Real die Zeit, die A-Lösung zu finden, die im Moment nicht in Sicht ist.

Wahrscheinlich ist dies aber nicht. Einem Bericht des TV-Senders Sky Sport Italia zufolge wird sich Ancelotti einen Tag nach dem letzten Saisonspiel der Königlichen gegen den FC Getafe am Samstag (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) bei einem Treffen mit dem Klubpräsidenten Florentino Perez auf eine Auflösung seines bis 2016 laufenden Vertrages einigen.

Die Entscheidung über Ancelottis Zukunft wird auch anderswo heiß erwartet. Wäre er doch bei einer Entlassung automatisch Kandidat bei allen anderen größeren Klubs, die einen neuen Coach suchen oder noch könnten: Manchester City, Ex-Arbeitgeber Paris St. Germain, dem AC Mailand, Neapel.

Es steckt also viel drin in der Trainer-Entscheidung bei Real. Gewiss auch das Potenzial für einige weitere Meldungen bei Radio Deutschland.

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