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Franz Beckenbauer ist nach eigener Aussage im Zuge des FIFA-Skandal noch nicht von Schweizer Ermittlern kontaktiert worden. Der "Kaiser" erneut seine Kritik am System.

Franz Beckenbauer ist nach eigener Aussage im Zusammenhang mit dem FIFA-Skandal noch nicht von den Schweizer Ermittlungsbehörden kontaktiert worden. "Nein, natürlich nicht", sagte Beckenbauer auf einer internationalen Pressekonferenz im Berliner Adlon-Hotel.

Dort weilte Beckenbauer in seiner Funktion als Botschafter des "Football for Friendship"-Programms von Sponsor Gazprom. "Was in der FIFA passiert, betrifft uns alle", sagte das ehemalige Mitglied des Exekutivkomitees der FIFA. "Das ist furchtbar schade für den Fußball. Ich will niemanden verteidigen, aber die FIFA funktioniert ungeheuer kompliziert."

Der Weltverband bestehe aus 209 Verbänden, jeder habe eine Stimme, insgesamt seien bestimmt 1000 Funktionäre involviert, so Beckenbauer weiter: "Die alle zu kontrollieren, kann nicht funktionieren." Der Fehler liege nicht an einzelnen Personen, "sondern im System".

Aufgabe sei es nun, "einen Schlüssel zu finden, um so etwas in Zukunft zu verhindern", forderte Beckenbauer. Mit einigen der derzeit unter Korruptionsverdacht stehenden Funktionären hatte Beckenbauer im ExKo gesessen. Er war auch an der mittlerweile von mehreren Ländern untersuchten WM-Vergabe an Russland und Katar im Dezember 2010 beteiligt.

"Ich kann nicht mehr sagen, ich weiß auch nur, was in den Medien steht", versicherte Beckenbauer allerdings. Er möchte sich nicht an Spekulationen beteiligen.

Weitere Nachfragen zum Thema waren nicht zugelassen. Auch auf Fragen zu einem möglichen Zusammenhang zwischen Rüstungsgeschäften mit Saudi-Arabien und der WM-Vergabe an Deutschland im Jahr 2000 äußerte sich Beckenbauer nicht. Berichte darüber waren in den vergangen Tagen in deutschen und englischen Medien wieder aufgekommen.

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