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Ball Des Sports 2014
Eberhard Gienger (l., hier mit Norbert Haug) spricht sich gegen einen WM-Boykott aus © Getty Images

Der sportpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eberhard Gienger, lehnt einen Boykott der Fußball-WM 2018 in Russland ab.

"Ich gehöre nicht zu denjenigen, die einen WM-Boykott befürworten würden, da müssen andere Maßnahmen ergriffen werden", sagte der frühere Kunstturner zu MDR Info: "Ich bin kein Freund davon, weil einfach die Möglichkeiten beim Boykott eingeschränkt sind und am Ende stehen die gelackmeiert da, die sich eingesetzt haben und nicht teilgenommen haben und die anderen zeigen 'ne lange Nase."

Im Zuge des Korruptions-Skandals um den Weltverband FIFA waren erneut Boykott-Forderungen laut geworden.

Eine Nicht-Teilnahme der großen Fußball-Nationen an dem Turnier in drei Jahren ist aber so gut wie ausgeschlossen.

"Und die anderen Möglichkeiten, Korruption zu bekämpfen, könnten die nationalen Staaten machen, wie wir das jetzt auch versuchen", sagte Gienger: "Wir werden also noch im Verlauf dieses Jahres ein Gesetz auf den Weg bringen, das Spielmanipulation, Korruption bekämpfen soll. Wenn solche Gesetze dann in anderen Ländern ebenfalls eingeführt werden, dann wäre das auch ein weiterer Schritt, so eine FIFA dann vielleicht auf den Weg zu bringen, die den Namen eines ordentlichen Sportverbandes verdient."

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