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David Cameron will der Korruption in der FIFA den Kampf ansagen © Getty Images

Der britische Regierungschef David Cameron will den FIFA-Korruptionsskandal auf die Agenda des am Sonntag beginnenden zweitägigen G7-Politgipfels im bayerischen Schloss Elmau setzen.

Die erschütternden Fakten rund um den Fußball-Weltverband und den Präsidenten Joseph S. Blatter sollen nach seinen Vorstellungen zum Auslöser für den internationalen Kampf gegen Korruption werden.

"In den letzten zwei Wochen haben wir die nackte Wahrheit über die FIFA erfahren. Der Weltverband sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, von Korruption durchsetzt zu sein. Blatters Rücktritt bietet die Möglichkeit, das Spiel zu reinigen, das wir so lieben", sagte Cameron der britischen Zeitung The Guardian, "es ist außerdem die Gelegenheit, auf breiter Basis gegen Korruption zu kämpfen."

Vor dem Treffen mit Gastgeberin Angela Merkel, US-Präsident Barack Obama sowie weiteren politischen Führern in Schloss Elmau machte Cameron Korruption als eines der Grundübel der Gesellschaft aus: "Korruption ist der Erzfeind der Demokratie und deren Entwicklung. Bei internationalen Treffen reden die führenden Politiker über Aids, wirtschaftliches Wachstum und Sicherheit. Aber wir reden nicht genug über Korruption. Sie ist wie ein Krebsgeschwür bei vielen Problemen weltweit."

Zum G7-Gipfel in Bayern erscheinen unter anderem die sieben Präsidenten und Regierungschefs der großen Industrienationen USA, Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Japan. Außerdem sind wichtige internationale Organisationen vertreten: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde und Weltbank-Präsident Kim Jim Yong.

Insgesamt werden rund 5000 Teilnehmer auf dem Gipfelgelände erwartet.

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