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© Getty Images

Brasiliens ehemaliger Verbandspräsident Ricardo Teixeira ist ins Visier der Behörden geraten.

Die brasilianische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen verschiedener angeblicher Straftaten, unter anderem Geldwäsche und Betrug, aufgenommen.

Die Vorwürfe beziehen sich auf eine mögliche Korruption am Ende von Teixeiras Amtszeit als Präsident des brasilianischen Verbandes CBF zwischen 2009 und 2012.

"Die Ermittlungen werden mit größtmöglicher Diskretion durchgeführt", sagte Marcelo del Negri, Sprecher der Bundesbehörden.

Teixeira hatte die CBF 23 Jahre lang geführt.

Laut Informationen der Zeitschrift Epoca soll bei einer Prüfung durch die Bundespolizei herausgekommen sein, dass Teixeira insgesamt 464 Millionen Reais (heute rund 147,3 Millionen Dollar) durch seine Privatkonten geschleust habe.

Die Ermittler sollen genug belastendes Material gefunden haben, um den 67-Jährigen wegen vier Straftaten anzuklagen, darunter Geldwäsche und Urkundenfälschung. Ob Anklage erhoben wird, ist noch nicht bekannt.

Teixeira war während seiner Amtszeit als langjähriger Strippenzieher im brasilianischen und internationalen Fußball berüchtigt und als hochgradig korrupt verrufen.

Teixeira und sein früherer Schwiegervater Joao Havelange, langjähriger Präsident des Weltverbandes, hatten im Schmiergeldskandal um die inzwischen pleite gegangene FIFA-Vermarktungsagentur ISL Millionen kassiert, was im Juni 2012 erstmals veröffentlichte Gerichtsdokumente einer Schweizer Justizbehörde dokumentieren.

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