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Zico
Zico will der Nachfolger von Joseph S. Blatter werden © Getty Images

Brasiliens Idol Zico fordert "neue Spielregeln" für die Wahl zum Präsidenten des Fußball-Weltverbandes FIFA und knüpft daran eine mögliche Kandidatur als Nachfolger des scheidenden Amtsinhabers Joseph S. Blatter.

"Wenn es die notwendigen Veränderungen gibt, werde ich antreten", sagte der 62-Jährige am Mittwoch und erklärt sich selbst als "befähigt" für den Posten.

Der vor allem außerhalb Brasiliens als "weißer Pele" bekannte frühere Nationalspieler fordert auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz in seiner Fußballschule CFZ vor allem die Abschaffung eines Passus im Wahl-Reglement, wonach ein Kandidat von einem Verband vorgeschlagen werden und zusätzlich Unterstützungsschreiben von mindestens fünf Verbänden vorlegen muss.

"Die Korruption beginnt schon damit. Wenn ich morgen für einen dieser Verbände eine vorteilshafte Entscheidung treffe, heißt es doch gleich, dass dies ein Gegengefallen war", sagte der ehemalige
Nationaltrainer Japans und kündigte an: `Ich werde nicht mein Geld rausschmeißen und Flüge buchen, um um die Welt zu reisen und um Stimmen zu betteln."

Zico kam immer wieder auf das Thema Korruption zu sprechen und kritisierte Noch-Präsident Blatter. "Alles, was in einem Haus passiert, hängt von demjenigen ab, der das Sagen hat. Nur ganz selten ist die Person, die einen Verband führt, nicht in Dinge verwickelt, die falsch laufen", sagte Zico.

Auch der vor zwei Wochen gegen Blatter unterlegene jordanische Prinz Ali bin Al Hussein hatte zuletzt seine Bereitschaft für eine Kandidatur signalisiert, zudem meldete unlängst der ehemalige französische Nationalspieler David Ginola Interesse an.

Blatters Nachfolger wird auf einem Außerordentlichen FIFA-Kongress gewählt, der wahrscheinlich am 16. Dezember in Zürich abgehalten wird.

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