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Joseph S. Blatter ist seit 1998 Präsident der FIFA
Joseph S. Blatter ist seit 1998 Präsident der FIFA © Getty Images

Ob dieses Lob Wolfgang Niersbachs Ziel war?

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat den Vorschlag des DFB-Präsidenten nach stärkeren und unabhängigen Kontrollen von Führungspersonen des Weltverbandes begrüßt.

Der Vorstoß Niersbachs für einen neutralen Integritätscheck sei "auch in meinem Sinne", so der Schweizer in seiner Kolumne für das Magazin The FIFA Weekly.

Der DFB-Boss habe ein Thema wieder aufgegriffen, "das bisher ausgerechnet von der UEFA blockiert worden ist. Besser spät als nie. Das Zeichen, das er damit aussendet, muss für alle gelten: Nur gemeinsam können wir den Reformprozess weiter vorantreiben", schrieb Blatter. Dafür stehe er bis zu seinem letzten Arbeitstag ein.

Der 79-Jährige forderte unterdessen eine stärkere Rolle der afrikanischen und asiatischen Verbände in der FIFA-Exekutive.

"Es steht im Widerspruch zum Demokratieverständnis, dass die afrikanische Konföderation (mit 54 Mitgliedern) sowie der asiatische Kontinentalverband (mit 46 Mitgliedern) in der 25-köpfigen FIFA-Exekutive nur fünf (Afrika) beziehungsweise vier (Asien) Abgeordnete stellen", so Blatter.

Er hatte sich auf dem FIFA-Kongress Ende Mai in Zürich trotz heftiger internationaler Kritik in seine fünfte Amtszeit seit 1998 wählen lassen. Keine 100 Stunden später kündigte der ehemalige FIFA-Generalsekretär dann überraschend seinen Rücktritt an.

Seine Nachfolge soll auf einem außerordentlichen Wahlkongress geregelt werden, als favorisiertes Datum gilt der 16. Dezember.

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