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Im November 2010 standen sich Brasilien um Neymar (r.) und Argentinien in Katar gegenüber
Im November 2010 standen sich Brasilien um Neymar (r.) und Argentinien in Katar gegenüber © Getty Images

Im Zuge der Ermittlungen im FIFA-Skandal hat die Schweizer Bundesanwaltschaft am vergangenen Mittwoch anscheinend nicht nur die Zentrale des Weltverbands in Zürich durchsucht, sondern auch das Büro des Sportrechtevermarkters Kentaro im schweizerischen Mels.

Das Unternehmen vermarktete unter anderem die Spiele der brasilianischen Nationalmannschaft.

"Im Rahmen der Ermittlungen der Bundesanwaltschaft kooperieren wir eng und haben entsprechende Unterlagen zur Verfügung gestellt. Wir handeln hier als sogenannte Auskunftsperson und möchten feststellen, dass wir zu keinem Zeitpunkt in das Vergabeverfahren zur WM- Austragung in Russland oder Katar involviert gewesen sind", sagte Kentaros deutscher Geschäftsführer Philipp Grothe der Bild.

Alarmiert wurden die Behörden wohl durch ein Länderspiel zwischen Brasilien und Argentinien im November 2010 in Katar - nur zwei Wochen vor den WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar.

Für die Austragung des Spiels soll das Emirat zehn Millionen Dollar gezahlt und sich damit womöglich die Unterstützung der beiden südamerikanischen Länder gekauft haben. Deshalb wird nun geprüft, wohin diese über dem Marktpreis liegende Summe geflossen ist.

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