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Die FIFA hat mit einem Korruptionsskandal zu kämpfen
Die FIFA hat mit einem Korruptionsskandal zu kämpfen © Getty Images

Nach der brasilianischen Fußball-Legende Zico will auch der liberianische Verbandschef Musa Bility als Nachfolger des scheidenden FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter kandidieren.

"Afrika ist der größte Block in der FIFA", sagte der 48-Jährige der BBC, "wir müssen die Führung übernehmen, um den Fußball zusammenzubringen."

Bility, der seit 2010 den Verband des westafrikanischen Landes führt, fühlt sich im jüngsten Korruptionsskandal befähigt für das Amt.

"Wir alle sind der Meinung, dass der Fußball einen schwierigen Moment erlebt, und es sind schwierige Momente, in denen große Führer hervortreten", sagte er.

Bility, außerhalb Afrikas weitgehend unbekannt, erhält nach eigener Aussage Rückendeckung auf dem Schwarzen Kontinent.

"Ich habe mit einem halben Dutzend Präsidenten des afrikanischen Fußballs gesprochen, und ich habe ihre Unterstützung", berichtete er: "Wenn ich einen Grund hätte zu glauben, dass Afrika nicht zu mir stehen wird, werde ich nicht antreten."

Blatter hatte sich auf dem FIFA-Kongress Ende Mai in Zürich trotz heftiger internationaler Kritik in seine fünfte Amtszeit seit 1998 wählen lassen.

Keine 100 Stunden kündigte der ehemalige FIFA-Generalsekretär dann überraschend seinen Rücktritt an.

Brasiliens Idol Zico (62) hatte vor gut einer Woche erklärt, dass er bei der Wahl des Blatter-Nachfolgers antreten will.

Der 88-malige Nationalspieler war von 1990 bis 1991 Sportminister in Brasilien.

Zudem hatte der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein, der gegen Blatter verloren hatte, angedeutet, erneut antreten zu wollen.  

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