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Frank Lowy ist seit 2003 Präsident der FFA
Frank Lowy ist seit 2003 Präsident der FFA © Getty Images

Das australische Bewerbungskomitee für die WM 2022 hat jegliche Bestechungsvorwürfe zurückgewiesen - und hatte nach eigener Ansicht am Ende "keine Chance" auf die Ausrichtung des Turniers, das letztendlich nach Katar ging.

"Ich will keine Vorwürfe erheben, die ich nicht beweisen kann", sagte Frank Lowy, Präsident des australischen Verbands FFA, im Interview mit Sky News: "Aber die WM in ein Land vergeben, wo während der Spiele Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius herrschen? Was meinen Sie, wie das funktioniert hat?"

Australien hatte bei der doppelten WM-Vergabe am 2. Dezember 2010 nur eine Stimme erhalten und war im ersten Wahlgang ausgeschieden. Katar bekam das Turnier mit 14:8 Stimmen gegen die USA zugesprochen.

Seitdem wird die Vorbereitung von schweren Korruptionsvorwürfen begleitet. "Wir hatten nie eine Chance", sagte Lowy.

Der FFA-Chef selbst war unter Druck geraten, weil rund 342.000 US-Dollar in den Händen von Jack Warner, einem der Hauptverdächtigen in dem erschütternden FIFA-Skandal, gelandet waren. "Es gab keine Bestechung", sagte Lowy: "Ich mache mir deswegen keine Sorgen."

Die Summe sei an den Kontinentalverband für Nord- und Zentralamerika sowie die Karibik CONCACAF überwiesen worden, um den Fußball in Warners Heimatland Trinidad und Tobago zu fördern.

"Das Geld ging nicht an Warner", sagte Lowy: "Es war ein Scheck an die CONCACAF."

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