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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist gegen die Idee eines alternativen Weltverbands zur krisengeschüttelten FIFA. Auch war der 64-Jährige gegen die Wiederwahl Blatters.

DFB-Chef Wolfgang Niersbach ist gegen die Idee eines alternativen Weltverbands zur krisengeschüttelten FIFA.

"Ein Gegenentwurf kommt immer schnell und populistisch", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes: "Aber wollen wir Verhältnisse wie in anderen Sportarten, wo es auf einmal zwei Weltorganisationen gibt?!"

Ein entsprechender Vorschlag war im Zuge des tiefen Skandals um die FIFA und nach der Wiederwahl von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter aus der Politik gekommen.

Die großen Verbände müssten aus der FIFA austreten und ein eigenes Weltturnier organisieren, so die Idee. "Das funktioniert nicht", sagte Niersbach, der auch die von Blatter gestreuten Gerüchte über ein angebliches Streit-Telefonat mit Franz Beckenbauer zurückwies.

Niersbach war gegen Blatters Wiederwahl

Die Situation bei der FIFA sei dennoch "schwierig und kritisch - da gibt es nichts kleinzureden", sagte Niersbach, der erneut betonte, gegen die Wiederwahl Blatters gewesen zu sein.

Er selbst sei "ein Stück weit für" den Boykott der Wahl durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) gewesen (der nicht zustande kam).

"Aber die Mehrheit der Europäer wollte das nicht", sagte er: "Die Mehrheit hatte gedacht, dass der Herausforderer Prinz Ali bin Al Hussein eine realistische Chance hat."

Die UEFA müsse "selbstkritisch eingestehen", dass es in den vergangenen Monaten nicht gelungen ist "eine richtige Konzeption und Strategie" gegen Blatter zu finden.

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