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French UEFA chairman Michel Platini (L)
KNVB-Direktor Bert van Oostveen (r.) hat eine neue Möglichkeit für den Posten des FIFA-Präsidenten ins Gespräch gebracht © Getty Images

In der Diskussion über die Neubesetzung des Präsidenten-Amtes beim Fußball-Weltverband FIFA hat der niederländische Verband KNVB ein bislang weitgehend unberücksichtigtes Modell ins Gespräch gebracht.

"Die einzige Möglichkeit, die FIFA wirklich zu erneuern, ist eine Persönlichkeit von außerhalb des Fußballs als neuer Präsident", sagte KNVB-Direktor Bert van Oostveen in einem Interview mit der niederländischen TV-Sender NOS.

Zwar hat seiner Ansicht nach der Franzose Michel Platini als Präsident des Europa-Verbandes UEFA in der Folge des Korruptionsskandals bei der FIFA die besten Chancen auf die Nachfolge des umstrittenen Weltverbands-Chefs Joseph S. Blatter (Schweiz), doch sieht van Oostveen für den Fall einer neutralen Person an der FIFA-Spitze Chancen:

"Ich hätte lieber jemanden wie den früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan, jemanden, der vier bis sechs Jahre Zeit erhält, um mit seinen Kenntnissen die FIFA zu reformieren."

Ein Kandidat aus dem Estabslishment der Verbände hingegen würde die Probleme nicht lösen können:

"Wenn der neue Präsident jemand aus dem Fußball ist, wird es doch wieder der klassische Stammesstreit werden. Dann ist es wieder der Europäer gegen den Afrikaner, der gegen den Asiaten und der gegen den Südamerikaner."

Blatter hatte wenige Tage nach Ausbruch des jüngsten Korruptionsskandals bei der FIFA und seiner Wiederwahl angekündigt, sein Amt auf einem außerordentlichen Kongress zur Verfügung stellen zu wollen.

Die FIFA-Exekutive soll am Montag (20. Juli) einen Termin für den Kongress bestimmen. Zuletzt hatte Blatter durch zweideutige Aussagen Spekulationen geschürt, tatsächlich gar nicht von der FIFA-Spitze abtreten zu wollen.

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