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Polizei vor der Arena in Amsterdam
Polizei vor der Arena in Amsterdam © Getty Images

Nach dem Pilot-Projekt in der Bundesliga experimentiert auch die niederländische Polizei mit einem reduzierten Aufgebot bei Spielen.

Wie der TV-Sender NOS berichtet, hat sich der nationale Fußballverband KNVB bereits im Juni mit dem zuständigen Ministerium auf eine entsprechende Maßnahme geeinigt.

Ab Januar 2016 sollen rund um Partien der Erstligisten aus Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven, Groningen, Nijmegen und Kerkrade deutlich weniger Beamte im Einsatz sein als bisher. Hintergrund sind wie in Deutschland die hohen Kosten der Polizei-Einsätze in der niederländischen Ehrendivision.

Jährlich entfallen rund 30.0000 Einsatzstunden der niederländischen Ordnungshüter auf Fußballspiele.

"Ich denke, dass es uns in den vergangenen Jahren gelungen ist, die Situation zu beherrschen. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen", sagte KNVB-Direktor Gijs de Jong.

Die Laufzeit des Experiments wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Aufgrund eines Polizeistreiks wurden am vergangenen Wochenende in Alkmaar, Tilburg und Kerkrade drei Erstliga-Spiele ganz ohne Polizeibetreuung ausgetragen.

Besondere Zwischenfälle blieben dabei aus. Die Klubs hatten vermehrt eigene Ordner eingesetzt.

"Es ist eine Herausforderung, aber am vergangenen Wochenende haben wir gesehen, dass wir erfolgreich sein können", sagte de Jong.

In Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen in der Diskussion um die Einsatzkosten der Bereitschaftspolizei bei Bundesliga-Spielen ein Pilot-Projekt beschlossen und bei ausgewählten Partien in der vergangenen Saison weniger Polizisten als üblich eingesetzt.

Die Erfahrungen waren dabei durchaus positiv, allerdings rief die Maßnahme auch Kritik hervor.

Nach der als Nichtrisikospiel eingestuften Partie zwischen Schalke und Berlin waren bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen Hooligans zwölf Polizisten verletzt worden.

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