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Michel Platini wurde für acht Jahre gesperrt
Michel Platini kandidiert für die FIFA-Spitze © Getty Images

Kein Wahlprogramm, keine Kampfansagen, keine Nachfragen: UEFA-Präsident Michel Platini hat bei der ersten Pressekonferenz nach seiner Kandidatur-Erklärung für die Präsidenten-Wahl des Weltverbands den tiefen FIFA-Skandal ignoriert und jegliche Fragen zu seiner Zukunft auf den Index gesetzt.

"Dies ist weder der Ort noch der Zeitpunkt, um über die FIFA zu sprechen", sagte der Franzose einen Tag nach der Champions-League-Auslosung in Monaco: "Gewählt wird in sechs Monaten (am 26. Februar, Anm. d. Red.). Wir haben noch genug Zeit. Ich trage hier meinen UEFA-Anzug - zur FIFA-Wahl, und das sage ich mit Nachdruck, werde ich keine Fragen beantworten."

Bei der turnusmäßigen Medienrunde zur Saisoneröffnung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) übernahm Platinis Pressesprecher Pedro Pinto die Rolle des "Polizeimeisters" (Platini), der Fragen zensieren sollte.

"Mein Weg ist klar", sagte Platini: "Entweder ich verlasse die UEFA am 26. Februar oder ich verlasse die UEFA in dreieinhalb Jahren."

Seine UEFA-Amtszeit endet regulär 2019. "Vielleicht heißt das, dass ich für eine Amtszeitbegrenzung bin, also ganz allgemein", sagte er.

Platini gilt als großer Favorit auf die Nachfolge des scheidenden FIFA-Bosses Joseph S. Blatter, der im Zuge des Korruptionsskandals seinen Rücktritt angekündigt hatte.

Rückt Platini in der FIFA auf, könnte das auch weitreichende Folgen für den deutschen Fußball haben.

DFB-Wolfgang Niersbach gilt als möglicher Nachfolger des 60-Jährigen an der UEFA-Spitze. Der neue Europa-Chef würde im ersten Halbjahr 2016 gewählt werden.

"Ich kenne ja meine Zukunft nicht", sagte Platini und vermied jegliche Spekulationen über seinen möglichen Nachfolger.

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