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Pep Guardiola ist nach Bayerns Finalsieg beim Audi-Cup redseliger als noch am Tag zuvor. Schon zu Beginn der PK verzweifelt er aber. Es geht um eine Geste von ihm.

Pep Guardiola schlug die Hände vor dem Gesicht zusammen und schaute flehend nach oben.

"Vielleicht müssen wir das ein bisschen verbessern. Ich verstehe nicht, warum wir nicht über Fußball sprechen können. Es war Wahnsinn, wie wir gestern gespielt haben, aber es gab keine Frage zum Sport", sagte der Trainer des FC Bayern nach dem 1:0 im Finale des Audi-Cups gegen Real Madrid auf die Frage, was seine Geste zur Haupttribüne nach dem Siegtor zu bedeuten hatte.

Traurig wegen Kimmich

Guardiola erklärte: "Ich habe Freunde dort und habe mich für ihre Unterstützung bedankt. Das ist gar nichts." Schon nach dem 3:0 gegen den AC Mailand am Dienstag hatte er genervt auf eine Frage nach Nigel de Jongs Foul an Joshua Kimmich reagiert.

"Gestern war ich auch glücklich, da hat das Team gegen Milan auf einem Top-Top-Niveau gespielt. Ich war nur traurig wegen Joshua Kimmich. Aber gestern hat mich niemand nach der Leistung gefragt", erläuterte er.

Guardiola schwärmt von Costa

Diesmal war er redseliger, schwärmte von Neuzugang Douglas Costa: "Es gab Kritik an der Verpflichtung, weil viele ihn nicht kannten, da er bei Schachtjor gespielt hat. Ich war immer von ihm überzeugt, denn ich kenne seine Qualität, nicht nur im Eins-gegen-Eins. Es ist schwierig, einen Spieler mit dieser Qualität zu finden. Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Aber er muss ruhig bleiben, er ist erst am Anfang."

Die Situation der Münchner sei die gleiche wie nach der Winter-Vorbereitung vor einem halben Jahr. Damals aber starteten die Bayern mit einem 1:4 in Wolfsburg ins neue Jahr, "da waren der Trainer und der Kader nicht gut". Jetzt sei der Verein bereit für "eine lange Saison".

Derweil plädierten Thomas Müller und Xabi Alonso für Ruhe im Umfeld der Münchner.

"Wir haben in der Vorbereitung gegen große internationale Gegner gewonnen. In Wolfsburg haben wir leider kurz vor Schluss das 1:1 bekommen, deswegen wurde das Spiel dementsprechend dargestellt und ein bisschen versucht, Gift bei uns rein zu bringen", sagte Müller. "Aber wir haben uns auf jeden Fall nicht auseinander dividieren lassen, sondern haben guten Fußball gespielt."

"Mit Kritik umgehen"

Der Weltmeister weiter: "Jetzt wollen wir einfach die nächsten Wochen auch gut Fußball spielen aber auch Ergebnisse liefern, damit die Medienlandschaft rundum München gar keine Chance bekommt."

Alonso sagte: "Mit Kritik muss man umgehen können. Wenn du als Top-Klub ein Finale verlierst, wie wir in Wolfsburg, musst du dich auf kritische Fragen einstellen. Innerhalb der Mannschaft wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben tolle Spieler, einen klasse Trainer – jetzt gilt es, das auf den Platz zu bringen."

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