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Sepp Blatter (l.) und Michel Platini wurden von der FIFA-Ethikkommission gesperrt
Michel Platini (r.) könnte Sepp Blatter im Amt des FIFA-Präsidenten folgen © Getty Images

Michel Platini soll Sepp Blatter mit Gefängnis gedroht haben.

Das behauptet der scheidende FIFA-Präsident Blatter (79) in einem Interview, das die niederländische Zeitung de Volkskrant am Samstag veröffentlichte.

UEFA-Präsident Platini (60), möglicher Nachfolger Blatters an der Spitze des Weltverbandes, soll die Drohung gegenüber Blatters Bruder Peter (80) ausgesprochen haben.

"Platini saß während des Mittagessens [beim Fifa-Wahlkongress] neben meinem Bruder", berichtete Blatter.

"Er sagte: Berichte Sepp, dass er sich vor der Wahl zurückziehen muss, sonst geht er ins Gefängnis." Angesichts dieser Drohung habe sein Bruder geweint.

Nach Angaben der Zeitung wollte sich Platini zu den Vorwürfen nicht äußern. Aus seinem direkten Umfeld werden diese jedoch zurückgewiesen und als weitere Ablenkungsmanöver Blatters abgetan.

Der Franzose Platini ist der bislang einzige ernstzunehmende Bewerber für die Nachfolge Blatters, über die am 26. Februar 2016 bei einem außerordentlichen FIFA-Kongress entschieden werden soll.

Blatter hatte nach seiner Wiederwahl im Mai seinen Rückzug angekündigt.

Derweil hat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach angekündigt, über eine Kandidatur zum UEFA-Präsidenten erst nach der FIFA-Wahl zu entscheiden.

"Es ehrt mich natürlich, dass mein Name genannt wird, das man mir das zutraut", sagte Niersbach der ARD: "Mein Ding ist der deutsche Fußball."

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