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FIFA Executive Committee Meeting Press Conference
Wolfgang Niersbach fordert die FIFA dazu auf, Reformen umzusetzen © Getty Images

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat eine konsequente Aufklärung aller Vorwürfe gegen den FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter gefordert und den Ruf nach umfassenden Reformen im Weltverband erneuert.

"Das Präsidium hat mit großer Bestürzung auf die jüngsten Ermittlungen bei der FIFA reagiert und ist fassungslos über das Ausmaß und die Schwere der im Raum stehenden Anschuldigungen", teilte der DFB am Samstag mit.

Auch wenn bis zur Klärung die Unschuldsvermutung gelte, sehe sich das Präsidium in der Haltung bestärkt, "dass das aufgezeigte Vorhaben einer grundlegenden FIFA-Reform mit aller Entschlossenheit vorangetrieben werden muss".

"Ungeachtet der neuen Turbulenzen, von denen ich wie alle anderen Mitglieder am Freitag auf der Sitzung des Exekutivkomitees in Zürich nicht unterrichtet wurde, muss es bei dem eingeschlagenen Weg bleiben", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (64).

"Die zuständige Reformkommission muss in den kommenden beiden Sitzungen das Reformpaket so weit vorbereiten, dass es durch das Exko im Dezember verabschiedet werden kann. Danach sind alle Nationalverbände aufgerufen, am 26. Februar 2016 auf dem FIFA-Kongress dafür zu stimmen, um die nötige Dreiviertel-Mehrheit zu erreichen."

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte am Freitag kurz nach dem Abschluss der Exekutivsitzung beim Fußball-Weltverband in Zürich bekannt gegeben, dass bereits am Donnerstag ein Strafverfahren gegen Blatter (79) eröffnet worden ist.

Der Vorwurf lautet Untreue. 

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