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Domenico Scala ist Vorsitzender der Compliance-Kommission der FIFA
Domenico Scala ist Vorsitzender der Compliance-Kommission der FIFA © Getty Images

Prüfungsdirektor Domenico Scala will das Exekutivkomitee der FIFA trennen und künftige Amtszeiten begrenzen. Die FIFA soll künftig praxisorientierter aufgestellt sein.

Domenico Scala, Vorsitzender der Audit- und Compliance-Kommission der FIFA, hat dem angepeilten Reformprozess beim taumelnden Fußball-Weltverband mit der Forderung nach begrenzten Amtszeiten und der Zweiteilung des Exekutivkomitees neue Impulse verliehen.

"Wir müssen die Arbeit des Exko klar trennen", forderte Scala, der auch die Wahl des Nachfolgers von FIFA-Boss Joseph S. Blatter im kommenden Jahr überwachen wird.

Die Idee: Das Exko soll künftig aus zwei Organen, einer Art Aufsichtsrat und einer Geschäftsführung, bestehen.

Scala: Zurück zur Glaubwürdigkeit

Wie der FIFA-Präsident und die Mitglieder der unabhängigen Kommissionen wäre die Amtszeit der Exko-Mitglieder nach dem Wunsch von Scala dann aber auf zwölf Jahre begrenzt. "Ich denke, das ist eine vernünftige Amtsperiode", sagte der 50-Jährige.

Mit seinem Programm verfolgt der Schweizer das Ziel, "die FIFA zurück auf den Weg der Integrität und Glaubwürdigkeit führen zu können. Es ist meine Aufgabe anzusprechen, was meiner Ansicht nach benötigt wird. Alle Maßnahmen stellen einen praxisorientierten Ansatz an Vorschlägen dar".

Allerdings müssen noch einige Hürden genommen werden, um Scalas Punkte in den FIFA-Statuten tatsächlich zu verankern.

Zunächst einmal muss das Reformkomitee, das in Folge der Festnahmen mehrerer FIFA-Funktionäre sowie der Ermittlungen der US-Justiz und Schweizer Bundesanwaltschaft einberufen wurde, die Forderungen in seinen Reformplan aufnehmen. Danach müssen die Vorschläge des Gremiums beim Wahlkongress der FIFA in letzter Instanz am 26. Februar 2016 abgesegnet werden.

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