vergrößernverkleinern
FBL-SWITZERLAND-BRAZIL-FIFA-CORRUPTION
Zico absolvierte für Brasilien 88 Länderspiele. © Getty Images

Zico schreibt einen offenen Brief an die Ethikkommission der FIFA und fordert eine Stellungnahme im Fall Sepp Blatter. Man dürfe sich nicht aus der Verantwortung ziehen.

In einem offenen Brief hat Brasiliens Fußball-Idol Zico die "Sittenwächter" des Weltverbandes zu einer sofortigen Stellungnahme nach der Eröffnung eines Strafverfahrens gegen FIFA-Boss Joseph S. Blatter aufgefordert.

"Die FIFA-Ethikkommission darf sich jetzt nicht aus der Verantwortung ziehen", schrieb der 62-Jährige, der Blatter im kommenden Februar auf dem Chefsessel beerben will, bei Facebook.

Das von der Schweizer Bundesanwaltschaft am vergangenen Donnerstag eröffnete Verfahren gegen Blatter wegen des "Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie - eventualiter - wegen Veruntreuung" erfordere laut Zico "umgehende Klarstellungen".

Zumal auch UEFA-Präsident Michel Platini, der ebenfalls den obersten Posten beim Weltverband anstrebt, wegen der Annahme einer ominösen Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken durch die FIFA ins Zwielicht geraten sei.

Zico erinnerte an den Fall der FIFA-Exekutivmitglieder Jack Warner und Mohammed Bin Hammam, die wegen angeblicher Verstöße gegen den Ethikcode im Mai 2011 im Schnellverfahren wenige Tage vor der damaligen Wiederwahl Blatters von der Kommission suspendiert worden seien, und das "ohne jedweden Impuls durch staatliche Autoritäten".

Der "weiße Pele", der auf der Suche nach der für die Kandidatur benötigten Unterstützung durch fünf Landesverbände bislang nur vom Heimatverband CBF ein vages Versprechen erhielt, zeigt deshalb Unverständnis für das zögerliche Verhalten der Ethikkommission im Fall Blatter und fordert "viel Transparenz" und die "Offenlegung des Vorgehens".

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel