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Luka Modric spielte von 2001 bis 2003 bei Dinamo Zagreb © Getty Images

Der Korruptions- und Steuerskandal beim kroatischen Meister Dinamo Zagreb zieht immer weitere Kreise.

Laut einem Bericht der Zeitung Jutarnji List hat die Polizei bei ihren Ermittlungen gegen Dinamo-Boss Zdravko Mamic und mehrere Komplizen inzwischen auch Mittelfeldstar Luka Modric vom spanischen Rekordchampion Real Madrid vernommen.

Demnach befragten die Fahnder den 29-Jährigen bereits am vergangenen Sonntag nach der Ankunft bei der kroatischen Nationalmannschaft zu Details seines 21-Millionen-Euro-Transfers vor sieben Jahren von Zagreb zu den Tottenham Hotspur.

Mamic und sein jüngerer Bruder Zoran, der frühere Bundesliga-Profi des VfL Bochum sowie von Bayer Leverkusen und heutige Dinamo-Coach, sollen mit Hilfe eines Verbandsfunktionärs und eines Steuerinspektors durch Bestechung und Steuerhinterziehung illegal Millionenbeträge eingestrichen haben.

Schätzungen der Ermittlungsbehörden zufolge erlitt Dinamo dabei einen Schaden von 15,5 Millionen Euro und der kroatische Fiskus einen Verlust von über zwei Millionen Euro. Alle vier Verdächtigen waren im Juli trotz Unschuldsbeteuerungen vorübergehend schon verhaftet worden, später jedoch gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Im Zuge ihrer Untersuchungen sollen die Fahnder Modrics Transfer zu den Spurs als einen Schlüsselfaktor für ihre Ermittlungen ausgemacht haben.

Mutmaßlich hat Dinamo-Chef Mamic alleine bei dem Geschäft mit den Briten rund 6,9 Millionen Euro in die eigene Tasche geleitet.

Modrics Vernehmung als Zeuge war nicht die einzige Störung der kroatischen Nationalmannschaft auf die EM-Qualifikationsspiele am Donnerstagabend in Aserbaidschan und am Sonntag in Norwegen.

Neben dem Real-Star befragte die Polizei auch Abwehrspieler Dejan Lovren (FC Liverpool) im Vorfeld der beiden Begegnungen zu den Hintergründen seines 2010 abgewickelten Transfers von Dinamo zum französischen Topteam Olympique Lyon. 

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