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Zürich - Nach dem neuerlichen "FIFA-Beben" sind sich Medien und Beobachter weltweit einig: Diesmal kommt Präsident Sepp Blatter nicht ungeschoren davon. Auch Michel Platini in der Kritik.

Die Ermittlungen der Schweizer Behörden gegen FIFA-Präsident Joseph Blatter sind auf der ganzen Welt ein großes Thema in den Gazetten.

SPORT1 fasst die internationalen Pressestimmen zusammen

ENGLAND

The Guardian: "Ist Blatters Zeit endgültig abgelaufen? Es sieht so aus, als würde er nun seine verdiente Strafe bekommen."

The Times: "Jetzt geht es für Blatter ernsthaft ums Überleben. Seit fast zwei Jahrzehnten wird Sepp Blatter mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Doch nun braut sich ein Sturm zusammen, dem er nicht so leicht entkommt."

Daily Mail: "Das Netz schließt sich. Die FIFA-Pantomime geht so weit, dass Insider glauben, dass es immer noch einen Weg für die 'lame duck' Blatter gibt, auch nach den Wahlen im Februar Präsident zu bleiben."

DEUTSCHLAND

FAZ: "Noch ist nicht bewiesen, ob der Schweizer Gelder veruntreut hat zulasten des Fussballs. Aber man muss die Antwort auf diese Frage nicht abwarten. Man kann auch ohne richterliches Urteil längst zu einer Bewertung kommen: Schon lange, schon seit Jahren ist bekannt, dass sich unter Blatters Führung in der Fifa eine Bestechungskultur entwickeln und durchsetzen konnte. Der Präsident ist dafür wenigstens politisch verantwortlich"

Berliner Morgenpost: "Die Festung Fifa scheint zu fallen, Präsident Joseph Blatters Sturz steht kurz bevor"

SZ: "Schweizer Neuigkeiten mit Sprengkraft. Eine Rückkehr Blatter ist nicht mehr zu befürchten. Doch auch an der Integrität seines designierten Nachfolgers Platini sind Zweifel angebracht."

BILD: "Für die Schweizer Staatsanwälte besteht der Verdacht eines Treueverstoßes von Blatter. Demnach wäre die FIFA um Millionen geschädigt worden. Wollte er mit diesem Geschenk an Warner, der als einer der großen Ganoven der Fifa gilt, Stimmen für seine Wahl sichern?"

FRANKREICH

L'Equipe: "Blatter verwickelt, Platini befragt. Sepp Blatter drohen maximal zehn Jahre Haft."

Le Figaro: "Blatter und Platini - die Geschichte eines gebrochenen Paktes. Ihr Schicksal ist verknüpft."

USA

USA Today: "Die Mauern um Joseph Blatter stürzen ein"

New York Times: "Das Strafverfahren gegen Herrn Blatter ist eine weitere bedeutende Entwicklung in einer Reihe von Untersuchungen, die im Mai mit der Festnahme von 14 Top-Funktionären ihren Anfang nahmen."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Die FIFA endgültig im Schockzustand: Die Untersuchung gegen den Präsidenten zeigt, wie dringend die Selbstreinigung der FIFA ist. Blatter sollte möglichst bald gehen."

Tagesanzeiger: "Das erwartete Beben. Sepp Blatter zahlt einen hohen Preis für sein Wirken bei der FIFA. Er kann nicht einmal auf Mitleid hoffen."

Blick: Jetzt wird's ganz bitter für Blatter: Lebensabend hinter Gittern?"

SCHWEDEN

Expressen.se: "Erinnert euch, wie wir gefeiert haben, als Sepp Blatter sich zum Rücktritt entschieden hat? Es gibt nun noch einen größeren Grund, um den Champagner zu entkorken. Die Ankläger versprachen, dass niemand zu groß ist, um zu fallen. Sie haben ihr Versprechen gehalten. Die Schlinge um den Hals von Sepp Blatter zieht sich zu. Die FIFA muss ihren Präsidenten stoppen.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Blatteropoli! Ermittlungen gegen den FIFA-Chef -  und ein Schatten fällt auch auf Platini"

Corriere dello Sport: "Sturm über Platini: Der UEFA-Chef soll Schwarzgeld von Blatter erhalten haben."

Tuttosport: "FIFA-Skandal: Blatter, Platini und dieser Scheck… Gegen die Nummer 1 im Weltfußballs wird ermittelt, aber auch Platini gerät unter Verdacht."

Corriere della Sera: "Die Entwicklungen könnten die Wahl von Blatters Nachfolger im kommenden Februar beeinflussen. War Platini bisher noch der Favorit, so gewinnt jetzt der starke Mann der internationalen olympischen Szene, der Kuwait-Scheich Ahmed Al Fahad Al Sabad, an Gewicht."

SPANIEN

Marca: "Katastrophe im Weltfußball - die Schweizer Staatsanwaltschaft gegen Blatter. Es gibt Gerüchte, dass Blatter festgenommen werden könnte, Platini im Kreuzfeuer."

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