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Michael Vesper ist Vorsitzender des DOSB-Vorstands
Michael Vesper ist seit 2006 Generaldirektor beim DOSB © Getty Images

Der DOSB-Präsident Michael Vesper findet klare Worte für den FIFA-Skandal um UEFA-Präsident Michel Platini. Eine Zukunft im Fußball für den Franzosen sieht er nicht.

Der suspendierte UEFA-Chef Michel Platini hat für Vorstandschef Michael Vesper vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Topfunktionär in den internationalen Fußball-Verbänden praktisch keine Zukunft mehr.

Als Präsidenten-Kandidat beim Weltverband FIFA komme Platini "nicht mehr infrage, und wenn er als Kandidat nicht infrage kommt, dann ist sicherlich auch fraglich, ob er UEFA-Präsident bleiben kann", sagte Vesper am Freitag im WDR. "Nach drei Jahren hin und her", erklärte Vesper weiter, "muss jetzt endlich Schluss sein."

Einen Rücktritt Platinis wegen der ungeklärten Millionen-Zahlung durch die FIFA forderte der ehemalige Grünen-Spitzenpolitiker allerdings nur indirekt: "Ich habe noch nicht den Ansatz einer plausiblen Erklärung gehört. Aber die UEFA braucht Klarheit, das kann man nicht einfach ad acta legen oder, wie Michel Platini es versucht, einfach aussitzen."

Platini sagte unterdessen alle seine offiziellen Termine ab. Auch auf einer Sitzung des UEFA-Exekutivkommitees fehlte er.

Das teilte die UEFA mit.

Platini (60) war am Donnerstag ebenso wie FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (79) durch die FIFA-Ethikkommission für 90 Tage für alle Tätigkeiten im Fußball provisorisch gesperrt worden. Beide legten Einspruch ein, das UEFA-Exekutivkomitee verneinte auch ausdrücklich eine Notwendigkeit zur Einsetzung eines Interimspräsidenten.

Am Donnerstag (15. Oktober) findet in Nyon eine Dringlichkeitssitzung des Gremiums mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (64) statt.

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