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Fedor Radman (l.) war Vizepräsident des Organisationskomitees der WM 2006
Fedor Radmann (l., mit Franz Beckenbauer) war Vize-Präsident des deutschen WM-Organisationskomitees © dpa Picture Alliance

Der ehemalige Vizepräsident des Organisationskomitees zur WM 2006 weist die jüngsten Korruptionsvorwürfe zurück - und will dafür sogar notfalls unter Eid aussagen.

Der ehemalige Vize-Präsident des deutschen Organisationskomitees der Weltmeisterschaft 2006, Fedor Radmann, hat Korruption im Zusammenhang mit der Vergabe der Endrunde vor neun Jahren vehement bestritten.

"Das Bewerbungskomitee hat niemals irgendjemanden bestochen. Ich bin bereit, dies sogar zu beeiden. Wir haben keine Stimmen gekauft", sagte der 71-Jährige bei Sky.

Radmann ist ein langjähriger Vertrauter von Franz Beckenbauer, damals Chef der deutschen WM-Bewerbung und des OK für die WM 2006.

Zusammen mit dem "Kaiser" unternahm Radmann im Vorfeld der WM-Vergabe Reisen in zahlreiche Länder, um auf Stimmenfang für die deutsche WM-Bewerbung zu gehen.

Am Ende setzte sich die Kandidatur des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der Abstimmung im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA am 6. Juli 2000 in Zürich mit 12:11 Stimmen hauchdünn gegen den letzten verbliebenen Rivalen Südafrika durch.

Der Neuseeländer Charles Dempsey hatte sich am Ende der Stimme enthalten, aber eigentlich Deutschland seine Stimme zugesagt.

Bei Stimmengleichheit hätte das Votum des damaligen FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter den Ausschlag gegeben.

Der Schweizer hatte keinen Hehl daraus gemacht, die Kandidatur Südafrikas zu unterstützen. Die Kap-Republik wurde dann 2010 WM-Gastgeber.

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