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Domenico Scala ist Vorsitzender der Compliance-Kommission der FIFA
Domenico Scala ist Vorsitzender der Compliance-Kommission der FIFA © Getty Images

Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für das Amt des FIFA-Präsidenten gestaltet sich schwierig. Chefaufseher Domenico Scala bringt grundlegende Reformen ins Spiel.

Wegen der Probleme bei der Suche nach Kandidaten für das Präsidenten-Amt beim Fußball-Weltverband hat FIFA-Chefaufseher Domenico Scala die Einführung des Rotationsprinzips angeregt.

Die Prüfung eines solchen Verfahrens regte der Schweizer in einem Interview mit der Financial Times an.

"Warum müssen wir uns auf eine Person konzentrieren, die für acht bis zwölf Jahre die FIFA führen soll? Warum sollte man nicht eine Präsidentschaft haben, der alle vier Jahr wechselt?", sagte Scala und verwies auf die rotierende Präsidentschaft in der Europäischen Union (EU).

Scala skizzierte ein Modell, bei dem "jede Kontinentalkonföderation das Recht hat, für vielleicht vier Jahre den Präsidenten der FIFA zu stellen. Die jeweiligen Präsidentschaftskandidaten könnten von den Konföderationen nominiert werden". Nach Ansicht des 50-Jährigen würden durch die Einführung der Rotation auf dem wichtigen Präsidenten-Posten "einige Aspekte der benötigten Führungsprinzipien" berücksichtigt.

In der 111-jährigen FIFA-Geschichte ist das Präsidenten-Amt bisher noch nicht an die Kontinentalverbände gebunden gewesen. Vor dem gewählten, derzeit jedoch suspendierten FIFA-Chef Joseph S. Blatter aus der Schweiz war der Brasilianer Joao Havelange (1974 bis 1998) der einzige Verbandsboss, der nicht aus einem europäischen Mitgliedsverband stammte.

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