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Die Geldgeber der FIFA fordern Reformen zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit
Die FIFA will die Vorwürfe von Theo Zwanziger überprüfen lassen © Getty Images

Der Weltverband sieht in den jüngsten Aussagen des ehemaligen DFB-Präsidenten "sehr schwerwiegende Anschuldigungen" - und will diese eingehend untersuchen lassen.

Die FIFA hat die Schwarzgeld-Vorwürfe des ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger in der WM-Affäre als "sehr schwerwiegende Anschuldigungen" bezeichnet.

Wie der Weltverband in einer Stellungnahme am Freitagabend mitteilte, würden sie "im Rahmen der derzeit in der FIFA durchgeführten unabhängigen internen Untersuchung mit Unterstützung externer Berater überprüft".

Die FIFA forderte den DFB auf, "an dieser Untersuchung mitzuwirken." Weitere Kommentare werde man vorerst nicht abgeben.

Mit Kronzeuge Theo Zwanziger hatte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel am Freitag seine Korruptionsvorwürfe gegen die Organisatoren der WM 2006 in Deutschland erhärtet.

Der 70-Jährige bestätigt in der neuesten Ausgabe die vor Wochenfrist von einem anonymen Informaten geäußerte Behauptung, der ehemalige WM-Botschafter Günter Netzer habe entgegen seines Dementis in einem Gespräch mit Zwanziger den Kauf der vier Stimmen aus Asien bei der Vergabe des WM-Turniers zugegeben.

Bereits vor der Komplettveröffentlichung seines Artikels hatte der Spiegel am Freitagnachmittag neue Vorwürfe gegen die WM-Macher erhoben.

Demnach behauptete Zwanziger, dass es in der WM-Bewerbung eindeutig schwarze Kassen gegeben habe. Zudem nannte der Ex-Funktionär seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach wegen des Zeitpunktes der Kenntnisnahme der Dreyfus-Millionen einen Lügner

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