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 FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gibt sich Kampf um die FIFA-Krone nicht geschlagen
Joseph S. Blatter hält geheime Absprachen bei den WM-Vergaben für möglich © Getty Images

Sepp Blatter bezweifelt nicht, dass es bei den WM-Vergaben geheime Absprachen gegeben hat. Der derzeit suspendierte FIFA-Präsident nennt die WM 2022 in Katar als Beispiel.

Der derzeit suspendierte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat bestätigt, dass bei der Vergabe von Fußball-Weltmeisterschaften schon immer geheime Absprachen getroffen werden konnten. "Wenn Sie nur wenige Leute in einem Wahlgremium haben, können Sie das gar nicht verhindern. Das ist unmöglich", sagte der Schweizer der Londoner Wirtschaftszeitung Financial Times.

Als Beispiel nannte der Schweizer erneut die umstrittene Vergabe der WM 2022 an Katar. Wie schon im Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur TASS erklärte Blatter, dass die WM in sieben Jahren eigentlich in den USA hätte stattfinden sollen. "Hinter den Kulissen war alles klar. Es war diplomatisch bereits ausgemacht, dorthin zu gehen", sagte der 79-Jährige.

Erst nach einem Treffen zwischen dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, UEFA-Präsident Michel Platini und dem Kronprinzen von Katar wurde die Abmachung gekippt.

Dies sei auf "Einmischung der Regierung von Nicolas Sarkozy" geschehen, so Blatter. "Eine Woche vor der Wahl bekam ich einen Anruf von Platini, und er sagte mir: 'Ich bin nicht mehr länger auf deiner Seite, weil mein Staatschef mir gesagt hat, wir sollten die Interessen Frankreichs berücksichtigen'", sagte der Schweizer.

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