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Joseph S. Blatter
Joseph S. Blatter steht als FIFA-Präsident massiv in der Kritik © Getty Images

Öfter mal etwas Neues: Trotz des weltweit immer weiter steigenden Drucks auf FIFA-Boss Joseph S. Blatter zum Rücktritt bekommt der Präsident des Fußball-Weltverbandes in seinem Heimatland Schweiz Rückendeckung.

Nach der Forderung von vier FIFA-Großsponsoren nach Blatters sofortiger Demission erklärten sich der Schweizer Fußball-Verband (SFV) und ein eidgenössischer Mittelklasse-Sponsor mit dem 79-Jährigen solidarisch.

"Ich kann mich den Forderungen der Sponsoren nicht anschließen", zitierte die Aargauer Zeitung am Sonntag SFV-Präsident Peter Gillieron: "Ich sehe bis zum 26. Februar 2016 keine Alternative zu Sepp Blatter."

Für das Datum ist ein außerordentlicher FIFA-Kongress zur Wahl eines Nachfolgers von Blatter angesetzt worden, nachdem der FIFA-Chef Anfang Juni wegen des Korruptionsskandals beim Weltverband seinen vorzeitigen Abgang angekündigt hatte.

Inzwischen ermittelt die Schweizer Bundesanwaltschaft jedoch seit dem 24. September wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und möglicherweise auch Veruntreuung gegen Blatter.

Der mit der FIFA verbundene Uhrenhersteller Hublot lehnte unterdessen die Unterstützung der Rücktrittsforderung der US-Unternehmen ab. "Wir glauben überhaupt nicht, dass es unsere Rolle ist, uns in die Politik der FIFA einzumischen", sagte Firmen-Präsident Jean-Claude Biver.

Der Schriftzug seiner Manufaktur ziert zwar hauptsächlich die Tafeln für die Anzeige der offiziellen Nachspielzeit. Ins Gerede kam das Unternehmen allerdings im vergangenen Jahr, weil die Mitglieder der FIFA-Exekutive vor der WM-Endrunde in Brasilien von den lokalen Organisatoren Luxus-Chronometer des Hauses geschenkt bekamen.

Erst nach öffentlichen Enthüllungen der Vorgänge und anschließenden Aufforderungen durch die FIFA-Ethikkommission gaben die Funktionäre die Nobel-Uhren wieder zurück.

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