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Scheich Salman bin Ibrahim al Khalifa will FIFA-Präsident werden
Scheich Salman bin Ibrahim al Khalifa will FIFA-Präsident werden © Getty Images

Asiens Verbandschef Salman bin Ibrahim al-Khalifa hat offenbar seine Kandidatur zum FIFA-Präsidenten bekanntgegeben. Ob der Scheich tatsächlich zur Wahl zugelassen wird, ist aber fraglich.

Asiens Verbandschef Salman bin Ibrahim al-Khalifa aus Bahrain hat Berichten der bahrainischen Nachrichtenagentur BNA zufolge seine Kandidatur als Präsident des Weltverbandes FIFA offiziell gemacht.

Demnach reichte der 50-Jährige die benötigten Unterlagen in der Zürcher FIFA-Zentrale fristgerecht ein.

Vielleicht auch deshalb berieten die Exko-Mitglieder der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Montag in einer Telefonkonferenz über einen Gegenkandidaten aus ihren Reihen, falls der suspendierte UEFA-Präsident Michel Platini nicht zugelassen wird.

"Wir müssen eine Strategie entwickeln, sonst riskieren wir, ins Hintertreffen zu geraten", wurde ein Mitglied auf insideworldfootball.com zitiert.

Ob der Scheich tatsächlich zur Wahl am 26. Februar 2016 zugelassen wird, ist derzeit fraglich.

Laut dem kicker ermittelt die FIFA-Ethikkommission gegen das Exekutivmitglied wegen eines Anfangsverdachts auf Verletzung von Menschenrechten.

Die bahrainische Menschenrechts-Organisation BIRD hatte Anfang 2014 den damaligen FIFA-Chefermittler Michael J. Garcia (USA) in einem Brief auf Salmans mutmaßliche Rolle bei der Bekämpfung der Demokratie-Bewegung im Königreich aufmerksam gemacht.

Garcias Nachfolger Cornel Borbely (Schweiz) hat offenbar die Ermittlungen wegen Verstößen gegen das im FIFA-Ethikcode festgeschriebene Verbot von Diskriminierung inzwischen aufgenommen.

Unterdessen brachte sich auch der ehemalige FIFA-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen als Nachfolger des derzeit suspendierten Joseph S. Blatter ins Spiel.

"Ich bin bereit, eine Funktion zu übernehmen, die es erlaubt, an den Reformen der Weltinstanz des Fußballs mitzuwirken", sagte er dem Fernsehsender RTS.

Der frühere FIFA-Vizepräsident Chung Mong-Joon (Südkorea), für sechs Jahre gesperrt, verzichtete am Montag offiziell auf eine Kandidatur.

Vor Scheich Salman hatten bereits Tokyo Sexwale (Südafrika), der Franzose Michel Platini, derzeit ebenfalls suspendierter Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein, der frühere Profi David Nakhid (Trinidad und Tobago) und der frühere FIFA-Funktionär Jerome Champagne (Frankreich) ihren Hut offiziell in den Ring geworfen.

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